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Spielbesprechung GeoprimoWeißt Du, wo die Pyramiden stehen … |
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Erwähnen muss ich es eigentlich nicht, aber gut, bei Selecta-Spielen gehört es gleich an den Anfang: Tolles Material, stimmige Umsetzung, kinderfreundlich und nicht pseudo-kinderfreundlich kitschig! Soweit, nach dem Öffnen der Schachtel eingestimmt, machen wir uns daran, mit unserer Kinderbande am Tisch die Welt und ihre Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Damit wir das tun können, wird zuerst die Erdkarte aus 22 Puzzleteilen zusammengesetzt. Die Kontinente sind durch jeweils ein Puzzleteil dargestellt, was später die Zuordnung zu den zu erkennenden Motiven erleichtert. Belehrungsfreudige Mütter und Väter können diese Phase gleich nutzen, um etwas zur Plattentektonik, Erdbeben usw. zu erzählen. Auf den einzelnen Kontinenten finden wir Abbildungen von typischen Bauwerken, Bewohnern, Tieren oder Naturwundern - vom Ayers Rock in Australien bis zu den bärenfellbemützten Palastwachen im verregneten London. Genau diese kontinenttypischen Motive gilt es möglichst schnell zu finden. Die Motive finden wir auf 42 Karten wieder, die in drei Stapel aufgeteilt werden - mit steigendem Schwierigkeitsgrad. Nun bekommt jeder noch eine Miniweltkarte, und auf jeden Kontinent wird eine farbige Figur gestellt, sowie eine weiße auf die Antarktis (im Tiefen Süden finden sich aber sonst keine Ereignisse). |
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Die Runde geht los: Von jedem Motivkartenstapel wird eine Karte aufgedeckt und alle Mitspieler suchen gleichzeitig auf der Weltkarte, wo die Motive zu verorten sind. Meint man, einen passenden Kontinent gefunden zu haben, so schnappt man sich die entsprechende Kontinentfigur. Meint man, dass sich ein zweites der gesuchten Motive auf einem Kontinent befindet, dann kann man zur weißen Figur greifen (wenn die ursprüngliche Figur schon weg ist). Sind alle Figuren verteilt, wird geguckt, ob die Zuordnungen stimmen. Ist ein Motiv richtig zugeordnet, so bekommt man einen farbigen Holzchip, den man auf den Kontinent der eigenen Miniweltkarte legt, bei dem man richtig gelegen hat. Hat man den Chip schon; tja, Pech gehabt, aber es bleibt der Trost, dass auch kein Mitspieler punkten konnte. Wenn man falsch gelegen hat, muss man einen bereits gesammelten Chip wieder abgeben. Als letztes wird die weiße Figur ausgewertet. Wenn sich tatsächlich zwei Motive auf dem gleichen Kontinent befinden, bekommt der Besitzer den Chip des doppelten Kontinents. Der Spieler, der seine Miniweltkarte zuerst voll "bechipst" hat, kann sich stolz als Geografie-Ass fühlen - zumindest hat er gewonnen. Aber, ehrlich gefragt: Hat man jetzt viel von Geografie gelernt? Für kleinere Kinder - immerhin ist das Alter ab fünf Jahren angegeben - möchte ich das bezweifeln; hier weiß Kind meist noch, dass Nilpferde aus Afrika kommen, und der Löwe vielleicht auch; aber beim großen Rest ist dann die fixe Suche nach den Motiven auf dem Spielplan angesagt. Für die Altersgruppe ist also eher Auffassungsgabe und Reaktionsschnelligkeit gefragt - immerhin auch Qualitäten, die es zu schulen gilt. Erwachsene haben es deutlich einfacher, denn sie sollten die allermeisten Motive den Kontinenten zuordnen können. Dieser klare Vorteil ist kaum auszugleichen. Der Autor schlägt zwar vor, dass Erwachsene nur die "schwierigen" Karten nehmen dürfen, deren Motive vielleicht nicht jedem geläufig und schwerer auf der Weltkarte zu erkennen sind, aber so recht klappt das auch nicht. Ein mitspielender Erwachsener wird sich, will er die Kleinen nicht frustrieren, zurückhalten müssen. Da gibt es andere Kinderspiele, bei denen Kinder und Erwachsene gleichwertige Partner sind - ich denke an Memory oder an Abwandlungen wie "Zicke Zacke Hühnerkacke". Auch für die Kinder halte ich den Wiederspielreiz nur für mäßig und den Frustfaktor für Kinder, die mit erfahrenen "Geoprimolern" spielen, für hoch. Die 42 Motive kann Kind sich vergleichsweise schnell merken. Dies merkte ich schon bei meiner zweiten Partie mit der gleichen Gruppe von 7-jährigen Mädchen, die bei vielen Motiven zielstrebig nach den passenden Kontinentfiguren griffen. Entsprechend bin ich skeptisch, dass Kinder, die das Spiel schon kennen, es allzu oft spielen werden. Geoprimo ist sicher eine gute Anschaffung für Einrichtungen, die einen größeren Personenkreis bedienen - Kindergärten, Schulen, Bibliotheken, etc. Für den heimischen Spieleschrank ist es, wegen des begrenzten Wiederspielreizes, nur bedingt geeignet. Und Mama und Papa werden auch nicht glücklich werden, zumindest wenn sie die Kleinen nicht nur beschäftigen wollen, sondern auch selbst ernsthaft mitspielen möchten. Arne Claussen Autor: Günter Burkhardt Foto: |
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| Letzte Änderung: 16.04.2008 15:36 |
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