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Spielbesprechung Verflixxt!Den letzten beißen die Punkte! |
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Genug der kriegerischen Parallelen, die die Autoren sicherlich nicht im Hinterkopf hatten. Auf jeden Fall tritt der Spieler mit einer Truppe von drei bzw. zwei Pöppeln (2 bis 4 bzw. 5 bis 6 Spieler) an, die einen Parcours zu durchqueren haben - und dabei möglichst wenige Minuspunkte, vielleicht sogar ein paar Pluspunkte ergattern wollen. Der Parcours besteht aus insgesamt 32 Plättchen ("Tafeln"), bei denen der Großteil Minuspunkte (jeweils zweimal -1 bis -8, je einmal -9 und -10) zeigt, einige Pluspunkte (+1 bis +8) und die letzten als Glückstafeln zählen; und es gibt noch einige "Wächterfiguren", dazu später. Spielmotor ist der Würfel, der anzeigt, wie viele Felder eine Spielfigur des Spielers - welche, das bleibt ihm überlassen - gehen muss. Alternativ kann er auch einen Wächter ziehen, wenn auf dessen Feld mindestens ein Spielerpöppel steht. Alles ist gut, solange mehrere Figuren auf einem Feld stehen, wenn man es verlassen will. Steht man aber allein auf weiter Flur und will bzw. muss mit der Figur weiterlaufen, so wandert das gerade verlassene Plättchen in den eigenen Besitz - und damit auch die Minuspunkte (bzw. Pluspunkte); den letzten beißen halt die Punkte. Dadurch wird der Parcours natürlich immer kürzer, und vielleicht schafft es eine spätere Figur sogar, kürzere Minuspunktbereiche mit einem hohen Würfelwurf ganz zu überspringen. Doch es kann vielleicht auch ganz gut sein, ein hohes Minus-Plättchen zu bekommen: Dann nämlich, wenn man ein Glücksplättchen ergattern kann. Dieses dreht nämlich die Minuspunkte eines Plättchens in Pluspunkte um.
Das Spiel endet, sobald die letzte Spielfigur im Ziel ist. Sieger nach ca. 30 Minuten ist derjenige mit den meisten Punkten, bzw. der mit den wenigsten Minuspunkten. Neben der Grundaufstellung gibt es noch verschiedene Varianten, damit alles noch verflixxter wird. Z.B. kann der Parcours zufällig zusammengestellt werden, oder Wegetafeln, über die alle Spieler weggesprungen sind, werden hinten wieder an den Spielplan gelegt (macht das Spiel etwas länger), oder man lässt das Spiel enden, sobald ein Spieler seine letzte Figur ins Ziel bringt; manches mehr ist auch noch denkbar. Mir gefällt "Verflixxt!": Es ist kein reines Würfelspiel (obwohl der Zufall nicht wegzureden ist), sondern auch ein wenig Taktik und Zocken ist gefragt, und natürlich gibt es den Ärgerfaktor - wenn man dummerweise doch von einer begehrter Glückstafel wegziehen muss. Nehme ich eine hohe Minustafel in der Hoffnung, diese mit einer Glückstafel ins Plus zu drehen? Setze ich einen Wächter oder lieber meine Figuren? Und manche Überlegung mehr. Zu zweit ist das Spiel etwas statisch (aber die taktischen Möglichkeiten steigen), zu sechst sind mir die eigenen Einflussmöglichkeiten zu gering; ich finde, vier Spieler sind optimal. Mit Kindern klappt es auch ganz gut, die 8 Jahre Altersangabe ist aber schon ganz gut; denn wenn die Kinder jünger sind, fehlt ihnen evtl. der Überblick, den besten Zug auszuwählen (z.B. wie die Wächter am besten eingesetzt werden).
Wer sich nicht allzu ärgern lässt und auch dem moderaten Glücksfaktor verzeihen kann, dem empfehle ich dieses verflixxte Vergnügen. Auf der Ravensburger Autoren: Wolfgang Kramer & Michael Kiesling Arne Claussen Fotos: Ravensburger (3) |
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| Letzte Änderung: 16.04.2008 15:36 |
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