Spielbeschreibung
Unter dem Titel Die Drei überrascht uns Franjos mit einer Sammlung von drei Spielen für ein Brett. In der Spieleschachtel finden wir eine stabile Lochplatte aus dicker Pappe (7 X 7 Löcher), 35 blau-weiße Lochkarten, 41 schwarze Holzstifte, 13 schwarze "Holzpilze" und Stanzbögen mit "Tetrominos" (das sind alle Formen, die man aus vier gleich großen aneinander gereihten Quadraten bilden kann, in diesem Spiel wurde noch jede Figur mit einem Loch versehen) und anderen Spielmarkern.
In dem 1. Spiel Hepta plaziert ein beliebiger Spieler sieben blaue Sperrsteine auf dem Spielfeld. Sein Gegenüber hat dann die Wahl, ob er mit den geraden oder winkligen Plättchen (die jeweils genau 3 Felder bedecken) in das Spiel einsteigen will. Wechselweise plazieren die Spieler ihre Pappcounter auf dem Spielfeld, dabei immer bemüht, das Legen der anderen Counterart praktisch unmöglich zu machen. Das einfache Spielziel ist, die meisten Counter ablegen zu können.
Im zweiten Spiel Tetrods (mit den besagten Tetrominos), stellen Aufgaben aus dem beiliegenden Aufgabenheft den Solitärspieler vor schwierige Probleme. Für dieses Spielmaterial wird vom Verlag noch eine Variante für zwei Spieler beigesteuert. Wechselweise plazieren die Spieler Pilze und Tetrominos, wobei diese mit ihrer Bohrung über die Holzfigur zu legen sind. In dieser Spielvariante erhält nur der Pilz-Spieler Punkte. Er versucht, möglichst viele Holzstecker in waagrecht oder senkrecht benachbarten Feldern unterzubringen. Pilzreihen werden aufaddiert (zum Beispiel 3 zusammensitzende Figuren = 1 + 2 + 3 = 6 Punkte), die Summe aller aufaddierten Gruppen ergibt die Punktzahl des Pilz-Spielers. Die nächste Partie beginnt mit vertauschten Rollen, das Spiel hat gewonnen, wer die meisten Punkte als Pilz-Spieler verbuchen konnte.
Das 3. Spiel Pegs ist das ungewöhnlichste in dieser Reihe. Hier spielen 41 schwarze Holzstifte und 35 blau-weiße Lochkarten die Hauptrolle. Die Karten sind zwei mal drei Felder groß, zeigen auf der einen Seite 6 blaue und auf der anderen Seite 6 weiße Quadrate. Jede dieser Spielkarten ist mit mehr oder weniger Löchern in den Quadraten versehen. Der Startspieler steckt als erstes Stifte in sieben Felder seiner Wahl. Seinem Gegenüber steht es anschließend frei noch bis zu 7 Stifte hinzuzufügen.
Wer an der Reihe ist, steckt einen neuen Holzstift in das Spielfeld und versucht anschließend eine der drei vor ihm liegenden Karten so auf dem Spielfeld zu plazieren daß alle "Löcher" über einen der bereits gesteckten Stifte fallen. Gelingt dies darf er seine Auslage wieder auf drei Karten ergänzen und darauf eine weitere Karte nach oben aufgeführter Regel aufstecken. Paßt keine Karte mehr oder der Spieler möchte aus taktischen Gründen auf weiteres Auslegen verzichten, so ist sein Mitspieler an der Reihe.
Sobald der Kartenstapel vollständig aufgebraucht ist oder kein neuer Stift mehr gesteckt werden kann, endet die Partie. Wer jetzt die meisten der 49 Felder mit seiner Farbe erobern konnte hat das Spiel gewonnen. Spielentscheidend ist es meistens, der letzte Spieler einer Spielrunde zu sein. Hierbei ist es oft möglich mit entsprechenden Karten viele Farben des Mitspielers zu überdecken. In einer Solitäraufgabe soll versucht werden, das Spielbrett vollständig mit Karten zu bedecken und dabei alle 41 Stifte zu verwenden.
Die Drei ist eine nette Spielesammlung des Altmeisters, die einen oder zwei Spieler für lange Zeit fesseln kann.
Die Drei von Alex Randolph, 1-2 Spieler ab 10 Jahre. Spieldauer unterschiedlich, Verlag: Franjos (1998)
Die Spielbeschreibung wurde mit freundlicher Genehmigung dem Katalog von ADAM spielt entnommen.