Spielbeschreibung

Pepper

Gleich zu Anfang sei gesagt, daß Kartengestaltung und Farbauswahl leider unglücklich geraten sind. Hier sollte wohl jeder mit Markierungen durch einen wasserfesten Filzstift Abhilfe schaffen. Doch dieses kleine Manko sollte nicht davon abhalten, es einmal mit Pepper zu versuchen.

Spielziel ist es bei diesem Stichspiel, nach 5 Durchgängen die geringsten Minuspunkte vorzuweisen. Dies kann nur dem gelingen, der nach einer Spielrunde die wenigsten Pepper-Karten vor sich liegen hat.

Aus 102 Zahlenkarten in 6 Farben mit den Werten von 2 bis 18, werden so viele Karten aussortiert, daß jeder Mitspieler nach dem kompletten Verteilen des gemischten Stapels zwölf davon auf der Hand hält. Die wichtigsten Karten im Spiel sind die "Einer", die bereits erwähnten "Pepper-Karten", die bringen, wie ihr Name sagt, Würze in das Spiel. Wer zu Spielbeginn solch eine Karte auf der Hand hält, legt diese sofort offen vor sich ab. Im gesamten Spielverlauf bleiben diese "Scharfmacher" offen liegen.

Als erstes etwas Grundsätzliches zum Spielverlauf. Wer an der Reihe ist, kann entweder eine Karte aus der Hand oder eine offen vor ihm liegende Pepper-Karte ausspielen. Pepper ist vom Prinzip her ein Stichspiel, ausgespielte Farben müssen bedient werden. Eine Ausnahme dabei bilden die "scharfen" Einer, mit denen man nicht bekennen muß. Wer keine passende Karte hat (oder nur den 1er), darf abwerfen (auch eine offene Pepper-Karte), die höchste Karte erhält den Stich.

Mit der Runde, in der ein Spieler seine letzte Karte ausspielt, endet das Spiel sofort, und es folgt die Wertung. Wer jetzt noch Karten auf der Hand hat, legt diese zu seinen Stichen. Wer nach Spielende Pepper-Karten vor sich liegen hat, sortiert aus seinen Stichen am besten die gleichen Farben dazu, dies erleichtert die Wertung. Jede Pepper-Karte zählt zwei Minuspunkte, jede Stichkarte in der gleichen Farbe wie diese trägt einen Minuspunkt zur Wertung bei. Wer nach 5 Durchgängen die wenigsten Minuspunkte vorweist, gewinnt dieses "scharfe" Stichspiel.

Daß die wichtigsten Karten im Spiel offen liegen, wird vor der ersten Runde manchen erstaunen. Dies legt sich aber schon nach wenigen Spielen mit dem bekannten "Aha-Effekt". Pepper ist eine gelungene Stichspiel-Variante, in der die offen liegenden 1er einen neuen Spielreiz bringen. Erfahrungen mit Spielen des gleichen Genres sind hier durchaus von Vorteil. Jedem, der Stichspiele mag sei empfohlen, es einmal mit diesem "schotenscharfen Kartenspiel" (wie es auf dem Cover steht) zu versuchen.

Pepper von Michael Kiesling und Wolfgang Kramer, 3 - 9 Spieler ab 10 Jahre, Spieldauer ca. 20 Minuten, FX-Spiele (1998).

Die Spielbeschreibung wurde mit freundlicher Genehmigung dem Katalog von ADAM spielt entnommen.

[ Home ] [ Top ] [ Archivübersicht ]