Spielbesprechung
Pro Spieler eine Gazelle, ein Löwe und ein Nilpferd stehen auf ihren Startplätzen und warten auf den Startschuß. Dann beginnt das Rennen an die Bar, wo die kühle Erfrischung wartet. Wer zuerst mit einem seiner 3 Tiere dort ankommt, gewinnt.


Das Spielfeld besteht aus einem Zebra, das jemand mit einer sehr großen
Dampfwalze plattgewalzt und dann als Bettvorleger - nein eher als Barteppich
- ausgelegt hat. So kam der Zebrastreifen in die Savanah. Auf diesem Zebrastreifen
starten die Tiere in unterschiedlicher Position. Ganz hinten die Gazellen,
ein Feld davor die Löwen und ganz vorne die Nilpferde. Das ist deshalb
so, weil die Tiere unterschiedliche Reichweiten haben. Wenn die Gazellen
in der ersten Reihe starten würden, wären sie nicht mehr einzuholen.
Gespielt wird mit Karten, die auf der Rückseite eines der 3 Tiere
zeigen und vorne das Tier mit seiner Zugweite:
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| Rückseite: Gazelle | Vorderseite: Gazelle, die bis zu 9 Felder zieht | Vorderseite: Gazelle, die 0 Felder zieht, also grast. |
Von diesen Karten hat immer jeder Spieler verdeckt 3 vor sich liegen.
Jeder Spielzug läuft folgendermaßen ab:
Ein Spieler zieht eine Karte vom Stapel. Jetzt kann er sie a) anschauen und zu seinen 3 verdeckt vor sich liegenden Karten legen oder b) nicht anschauen und dafür die Karte zu einem Mitspieler legen und sich von ihm eine verdeckte Karte nehmen. Auch diese Karte kann er zu seinen verdeckt liegenden Karten legen. In beiden Fällen nimmt er eine seiner Karten und führt den entsprechenden Zug aus.
Die Züge der einzelnen Tiere:
| Die Gazelle |
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Die Gazelle ist das schnellste Tier. Sie kann bis zu 9 Felder in einem Zug vorwärts. Allerdings gibt es nur 3 Karten mit dieser Reichweite. Auf den anderen Karten grast sie lieber und zieht 0 Punkte vorwärts. |
| Der Löwe |
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Der Löwe zieht 1 - 4 Felder vorwärts. Er kann die Gazelle schlagen (=anknabbern), wenn er auf ein Feld mit einer solchen kommt, wird aber u.U. vom Nilpferd geschlagen und bis zu 8 Felder zurückgesetzt. |
| Das Nilpferd |
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Das Nilpferd ist das langsamste Tier. Es kommt immer nur 1-2 Felder vor, aber es kann den Löwen zurücksetzen. Nichts kann das Nilpferd aufhalten. |
Wie läufts nun in der Praxis?
Klar können die Gazellen schnell
vorne sein, aber auch wieder schnell hinten, wenn die Löwen aufpassen.
Immerhin sind die Karten, mit denen eine Gazelle 9 Felder ziehen kann,
nur 3 x im Spiel. In unseren Spielen hat bisher immer die Gazelle gewonnen,
auch wenn das nicht unbedingt der Fall sein muß. Die Regel sagt,
daß in späteren Spielen, wenn die Spieler taktischer vorgehen,
auch die anderen Tiere gewinnen können. Bei uns hatten es die Nilpferde
schon manchmal bis auf das zweit- und drittletzte Feld geschafft, bevor
sie doch noch von einer Gazelle überholt wurden. Die Gazellen kamen
sehr oft erst spät ins Spiel, da sie anfangs immer gleich einem Löwen
zum Opfer fielen. So konnte das Nilpferd in aller Ruhe bis fast an die
Bar gelangen, bevor eine Gazelle im Eiltempo heranpreschte und es sehr
knapp um den Sieg brachte.
Das Eintauschen einer Karte beim Gegenspieler ist ein wichtiges nicht
zu unterschätzendes taktisches Element. Vor allem, wenn sich vermuten
läßt, welche Karten voraussichtlich bei diesem Spieler liegen.
Trotzdem: Das Spiel ist ein spannendes taktisches Rennen, der Anspruch ist allerdings nicht zu hoch. Vollstrategen werden hier nicht unbedingt auf ihre Kost kommen, sich aber auch nicht langweilen. Nicht- oder Wenigspieler können hier ohne Probleme einsteigen. (Meine Meinung).
Das Material ist gut, wie man es von Eurogames gewohnt ist und die Regel
verständlich.
Als Wertung gebe ich 4 von 6 Punkten, auf der 10er Skala
7 von 10.
Savanah Café von Sylvie Rodriguez, Frédéric Bloch und Philippe des Palličres, 2-4 Spieler ab 7 Jahren, Eurogames (2001)
Markus
Barnick
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