Spielbesprechung
Etliche originelle Elemente enthält dieses neue spannende Kartenspiel. Jeder Spieler erhält zwölf Karten. Diese Zahlenkarten haben die Werte 1-60. Nicht verteilte Karten werden nicht mehr benötigt und beiseite gelegt.
Üblicherweise ist sind auf einigen der Karten kleine Kakadus zu sehen. Diese addiert man und bestimmt so, wieviele Kakadus im eigenen Nest sitzen. Je nach Kartenblatt erhalten die Spieler meist zwischen zwei und sechs Kartenkakadus. Auf diese heißt es gut aufzupassen. Denn jeder Kakadu, der bei Spielende noch im Nest sitzt, gibt einen Pluspunkt für den Sieg. Die Anzahl der Kakadus ist auch ein Spiegelbild dafür, ob das Kartenblatt einfach oder schwer zu spielen ist.
Das Spiel beginnt, sobald vom Kartenstapel die ersten beiden Nestkarten mit unterschiedlich hohen Werten aufgedeckt sind. Es geht nun darum, auf keinen Fall die Nestkarte mit dem höheren Wert zu bekommen. Denn wer diese nehmen muß, muß einen seiner wertvollen Kakadus umdrehen, der dann zum wertlosen Kuckuck wird.
Jeder Spieler legt dazu verdeckt eine Zahlenkarte vor sich hin, die er ausspielen möchte. Dann drehen gleichzeitig alle Spieler ihre Karte um. Wer den höchsten Wert gelegt hat, darf sich von den zwei Nestkarten eine aussuchen. Logischerweise wird er die mit den niedrigeren Wert nehmen. Der Spieler mit den zweithöchsten Wert muß dann die andere Nestkarte mit dem höheren Wert nehmen und verliert damit einen seiner Kakadus. Danach werden die nächsten beiden Nestkarten aufgedeckt.
Nach jeder Runde wird geprüft, wer die höchste Nestkarte hat. Dabei kann es passieren, daß ein Spieler mehrere Runden hintereinander die gleiche ungeliebte Karte vor sich liegen hat. Das kostet ihn dann jedes Mal einen seiner Kakadus. Wer keinen mehr hat, scheidet aus dieser Runde aus.
Sobald alle Nestkarten verteilt sind, wird abgerechnet. Für jeden Kakadu den man noch vor sich liegen hat, erhält man einen Pluspunkt. Wer vorzeitig ausscheiden mußte, bekommt einen Minuspunkt. Dann werden das Kartenblatt und die Kakadus an den Nachbarn weitergegeben und eine neue Runde beginnt. Das Spiel endet, wenn jeder mit jedem Blatt einmal gespielt hat.
So ergeben sich durchweg spannende Spielerunden. Interessant ist auch zu sehen, wie unterschiedlich die Partien trotz gleicher Blätter laufen. Es kommt eben darauf an, schnell die Stärken des aktuellen Blattes zu erkennen, und bei seinen Schwachstellen die Mitspieler auszubluffen. Zum Kuckuck ist sehr empfehlenswert, und das gilt nicht nur für schräge Vögel.
Zum Kuckuck von Stefan Dorra, 3-5 Spieler ab 12 Jahren, F.X.Schmid, Dauer ca. 45 Min., Preis ca. 17 DM
Dorothea Heß