Spielbesprechung

Flaschenteufel

Bei diesem Kartenspiel ist nicht nur das Spielgeschehen interessant, auch die Geschichte hinter dem Spielprinzip hat Pfiff. Das Spiel nimmt die Idee der Novelle "Der Flaschenkobold" von R. L. Stevenson auf. Wer die wundersame Flasche erwirbt, muß diese bald schon wieder loswerden, aber zu einem niedrigeren Preis, als er sie erworben hatte. Es werden Stiche wie in einem normalen Kartenspiel ausgespielt. Es gewinnt aber nicht die wertvollste Karte sondern diejenige, die den aktuellen Preis des Flaschenteufels am knappsten unterbietet. Das Spielgeschehen ist sehr originell und deshalb am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig. Da das Spiel im Eigenverlag erscheint, ist die Grafik nicht sehr professionell. Dafür sind die Karten von guter Qualität und der Preis sehr günstig. Wahrscheinlich muß das Spiel beim Verlag direkt bestellt werden, weil der Handel solche kleinen Anbieter meist nicht führt.

Flaschenteufel von G. Cornett, für 3 oder 4 Spieler ab 10 Jahren, direkt bei Bambus Spiele, Postfach 360141, 10971 Berlin, ca. 10 DM + Porto

Dorothea & Berthold Heß

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