Spielbesprechung
Es ist doch immer wieder erstaunlich, in welche Geschichten die Spieleverlage ihre eigentlich abstrakten Spiele kleiden. "Ansehen und Respekt" soll man mit seinem Vermögen ersteigern. Dabei hat jeder die gleichen Summen zur Verfügung. Knifflig ist, daß es kein "Wechselgeld" gibt. Deshalb muß man manchmal mehr ausgeben, als geplant, weil man keine kleinen Scheine mehr hat. Dabei geht es darum, positive Karten zu ersteigern und negative Karten mit hohen Geboten abzuwehren. Leider weiß man nicht, welche Karten wann versteigert werden. Das spielt sich ganz pfiffig. Ein besonderer Reiz kommt daher, daß der Spieler mit dem wenigsten Geld niemals gewinnen kann. Daher lohnt es sich nicht, zu hoch für die Karten zu bieten. So ist man ständig im Ungewissen, wie man sich denn nun am besten verhalten soll. Wer Spiele mag, bei denen letztlich alles in der Schwebe hängt, man immer wieder eine Taktik anwendet, aber die Aktionen der Mitspieler alles zunichte machen, für den ist High Society gedacht. Es ist sicherlich kein schlechtes Spiel, und es hat auch schon viele Anhänger gefunden. Trotzdem habe ich selber mich mit dem Spiel bislang nicht so recht anfreunden können.
High Society von R. Knizia, 3-5 Spieler, Ravensburger, ca. 28 Mark
Dorothea & Berthold Heß