Spielbesprechung

Chinchon

Kartenspiele aus Spanien sind hierzulande noch immer weitgehend unbekannt. Im vergangenen Jahr kam "Mus" als erstes Spiel mit den Originalkarten aus Spanien zu uns (spielbox 3/96), in diesem Jahr folgt "Chinchon", ein weiteres Spiel, das sich auf der iberischen Halbinsel zahlreicher Anhänger erfreut.

Auch Chinchon wird mit dem traditionellen spanischen Kartenblatt gespielt, allerdings nicht mit 40, wie Mus, sondern mit 48 Karten. Damit entspricht die Kartenfolge der bei uns gebräuchlichen, nur daß Spanier nicht mit Damen spielen, sondern statt dessen mit Reitern.

Da die Karten jeder Farbe durchnumeriert sind, ist von vornherein klar, daß das As die rangniedrigste Karte ist und der König am anderen Ende 12 Punkte zählt.

Jeder Spieler bekommt sieben Karten auf die Hand. Ziel des Spiels ist, Sequenzen aufeinanderfolgender Karten oder Gruppen gleicher Werte zu bilden und seine Karten vor allen anderen Spielern loszuwerden.

Wenn ein Spieler Schluß macht, dürfen die anderen noch versuchen, ihre Karten ab- oder an andere Kombinationen anzulegen. Wer Karten übrig behält, muß sich diese als Minuspunkte anschreiben lassen.

Gewonnen hat nach mehreren Partien, wer die wenigsten Minuspunkte auf dem Konto hat. Wobei mit jeder Partie die Chance steigt, daß ein Spieler mit einem Chinchon den Gesamtsieg an sich reißt - ohne Rücksicht auf sein Punktekonto. Ein Chinchon ist eine Farbsequenz aus 7 Karten, sozusagen der Royal Flush des Spiels.

Chinchon steht in der Tradition der Kombinations- und Ablegespiele, wie auch Rommé oder Mah Jongg, spielt sich aber dynamischer. Bis zu 8 Spieler können mitspielen, ab 4 Spielern sollte man allerdings zwei Kartendecks verwenden.

Chinchon, 2-8 Spieler, King Cards

KMW

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