Spielbesprechung
Kurzbeschreibung:
Jeder Spieler schlüpft in die Rolle eines Gangsterbosses, der eines von vier Stadtviertel kontrolliert. Die Chicagoer Stadtviertel sind (bei diesem Spiel) recht einfach gestrickt: Sie bestehen aus 22 Bars und einem Kasino. Außerdem gibt es eine Abkürzung, die zu jedem anderen Stadtviertel führt. Die Bars haben alle einen unterschiedlichen Umsatz, daß Kasino schlägt allerdings viermal mehr Geld um, als die Bar mit dem größten Einkommen. Zu Beginn des Spiels hat jeder Gangsterboß außer einer schlagkräftigen Figur die Kontrolle über bestimmte Bars und dem Kasino in seinem Viertel, sowie ein Startkapital. Mit diesem Kapital sollten jetzt Killer eingekauft werden, von denen es vier Kategorien gibt (die vierte kann allerdings nicht käuflich erworben werden). Diese Killer werden ins eigene Viertel plaziert. Das Spiel selbst ist ein mehrere Phase (so viele, wie Mitspieler vorhanden sind) eingeteilt, die wiederum in Runden unterteilt sind. Zu Beginn jeder Runde gibt es Einkommen von den eigenen Bars und man kann Killer kaufen. Zwischendurch setzt man natürlich. Dazu stehen einem, je nach Würfelwurf 11-22 Einzelzüge zur Verfügung, die man beliebig unter seinen Figuren aufteilen kann. Betritt ein eigener Ganove eine Bar, so darf man dort einen Besitzerchip plazieren. Landen am Ende des Zuges Ganoven verschiedener Spieler auf demselben Feld gibt es ein Würfelduell: Je nach Kategorie würfelt man mit einem unterschiedlichen Würfel – Der Anfänger würfelt mit einem normalen Sechsseiter, der Vierer-Killer darf mit einem Würfel würfeln, der nur 5en und 6en zeigt. Wer die höhere Zahl würfelt, darf seinen Killer auf- der Unterlegende muß abwerten. Verliert ein Einser-Killer sein Duell, ist er tot und wird aus dem Spiel genommen. Das Spiel endet entweder in der letzten Runde mit dem reichsten Spieler oder vorzeitig, wenn einer alle acht Bars in der Stadtmitte besetzt, drei Kasinos kontrolliert oder fünf der besten Killer vorweisen kann.
Empfehlung:
Chicago ist ein Zocker-Spiel. Punkt. Zwar ist eine Portion Taktik im Spiel, doch m wesentlichen hängt alles von den Würfelduellen ab. Bei diesen Duellen kann alles passieren und das macht den Spaßteil des Spieles aus. Nachteilig ist allerdings die hohe Spieldauer bei Vollbesetzung, die sicherlich für ein Würfelspiel fast zu groß ist (bis zu drei Stunden!). Idealer ist ein Spiel zu dritt, bei dem es zwar nicht ganz so heiß her geht, daß Spiel aber beträchtlich kürzer ist. Damit ist Chicago eines der wenigen für drei Spieler geeigneten (Würfel-) Spiele.
Varianten:
Die taktische Komponente wird erhöht, wenn man die Geldbelohnung streicht, die sich beim Kampf gegen einen anderen Mafioso ergibt. Auf diese Weise ist man von dem Einkommen der Bars abhängig.
Die Regel, daß man Zweier- und Einer Mafioso gleichmäßig kaufen muß, fehlte bei der Erstausgabe. Dort durfte man auch keine Dreier-Killer kaufen. Diese Regel ist also durchaus streichbar.
Autor: J. Vanaise
Firma: Ravensburger (früher: Flying
Turtle)
Anzahl Spieler: 2-4
Erscheinungsjahr: 1991
Genre: taktisches Würfelspiel
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Abstrakt: |
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Thema |
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Glück: |
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Taktik, Können |
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Aufwand: |
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* bei vier Spielerm 3
Gesamtnote (5 = absolutes Topspiel; 1=schlecht, macht keinen Spaß): 3,3
Peer Sylvester