Spielbesprechung
Kurzbeschreibung:
Die Spieler erzählen zusammen ein Märchen. Damit die Erzählung aber nicht purer Selbstzweck ist, bekommt jeder Spieler zu Beginn zwischen 5 und 10 (Je nach Mitspieleranzahl) Karten mit Begriffen wie ”Wald”, ”Kampf” oder ”Wolf”, die in dem erzählten Märchen einen sinnvollen Platz haben müssen. Einer beginnt mit dem Erzählen und legt derweil die verwendeten Begriffskarten ab. Fällt dem Erzähler nichts sinnvolles mehr ein oder wird er durch eine Unterbrechungskarte gestoppt, erzählt jemand anderes weiter. Konnte eine all seine Begriffe sinnvoll einbringen, so kann er das Märchen mit einer ”Märchenende”- Karte abschließen und gewinnen.
Empfehlung:
Lassen Sie sich von dem Element des Kartenablegens nicht täuschen: Das Erzählen des Märchens ist das wichtigste in diesem Spiel! Entsprechend macht dieses Spiel nur Sinn, wenn auch alle Spieler gerne erzählen und viel Phantasie mitbringen. Ein Redemuffel sitzt nur da und hört zu ‑ Er wird das Spiel nicht genießen können. Daher sind es die Mitspieler die diesem Spiel Würze verleihen, zumal man einige Anläufe einplanen muß, bis das erzählen richtig sitzt und man beginnt, sich vom puren Karten-abwerfen zu lösen. Es ist nämlich verdammt schwer, die Story-elemente der Mitspieler zu beachten und nicht nur darauf bedacht zu sein, Karten loszuwerden. Im Rollenspielbereich kamen vor einiger Zeit sogenannte ”Storytelling”-Spiele auf, sozusagen Rollenspiele ohne System und Würfel. Dieses Prinzip verwendet auch Es war einmal... und verknüpft es geschickt mit einigen Kartenspielelementen. Doch wie gesagt: Es war einmal... ist kein normales Spiel ‑ Man muß wissen, ob man sich auf ein solch extremes Erzählerlebnis einlassen will oder nicht. Eine Erwähnung müssen noch die phantastischen Illustrationen der Karten finden, insbesondere die Kartenrücken sind das schönste was mir im Kartenspielbereich untergekommen ist!
Erklärungen zu Wertung:
Schwierig einzuschätzen war das Thema; wir haben als solches ”Märchen erzählen” angenommen und da dies genau das ist, worum es geht, 5 Punkte gegeben. Die Frage bleibt, ob so etwas ein Thema sein kann. Die Klärung überlasse ich dem Leser.
Der leichte Glücksfaktor erklärt sich aus der Verteilung der wichtigen Unterbrechungskarten.
Die Regeln von Es war einmal... sind simpel, das Erzählen ist es nicht und hängt zudem stark von den Fähigkeiten der Spieler ab, daher eine Mittelwertung als Kompromiß.
Autor: Richard Lambert, James Wallis, Andrew
Rilstone
Firma: Amigo-Spiele
Anzahl Spieler: 2-10
Erscheinungsjahr: 1997
Genre: Erzählspiel
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Abstrakt: |
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Thema |
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Glück: |
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Taktik, Können |
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Schwere: |
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groß |
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Aufwand: |
klein |
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Gesamtnote (5 = absolutes Topspiel; 1=schlecht, macht keinen Spaß): 3,4
Peer Sylvester