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PEEP ("Persönliches «Erster Eindruck» Posting" aus dem spielbox-Forum)

Anasazi


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ProduktfotoEs geht im Groben darum, Schätze zu sammeln. Und zwar um die Schätze der alten Anasazi-Indianer (Überraschung!!!), die in Pueblos in diversen Canyons gewohnt haben. Es gibt ein großes Plättchen in der Mitte und zwölf kleinere, die darum herum gelegt werden, und 15 weitere, die die äußere Kreisform bilden. Es entsteht so eine Landschaft von Plateaus im Canyon (den Plättchen) und dem Tal (quasi dem Tisch). Auf diesen Plättchen sind kleine Pueblos aufgezeichnet - kleine Felder, die schwarz umrandet sind. In denen liegen die Schätze (4 Farben) und sind die Pueblos zweigeteilt, im kleineren Teil stehen sog. Wohntürme (Unterseite zeigt eine der 4 Farben der Schätze - insgesamt 16 Türme - Farbe verdeckt). Um das Spielfeld herum liegen sechs Eingangsplättchen, auf denen sämtliche Erkundungtouren starten müssen.

Es gibt zwei Aktionen, von denen ich zwei wählen kann (auch zweimal die gleiche): Ein Expeditionsplättchen an eine beliebige Expedition anlegen oder eine neue Expedition von einem Startplättchen aus beginnen, sofern es noch ein unbenutzes Startplättchen gibt (dies sind kleine Leitern, womit dargestellt werden soll, dass ich in den Canyons rumkraxele - der ganze Tisch darf erkundet werden), oder ein Camp ins Tal legen und sich eine Wohnturmunterseite verdeckt angucken. Mit den Expeditionplättchen, die immer weitergeführt werden müssen, enstehen im Laufe des Spiels Wege durch den Canyon. Wenn ich einen Schatz erreiche, darf ich ihn behalten. Dafür ist es nötig, die schwarze Randlinie eines Pueblos zu erreichen. Einen Wohntum muss ich, obwohl im gleichen Pueblo, extra erreichen (es geht aber auch, gleichzeitig mit einem Expeditionsmarker beide Pueblohälften zu erreichen). Den Wohnturm muss ich auf ein extra Ablegefeld stellen und in seine Farbreihe einordnen. Auf diesem Ablegefeld gibt es pro Farbe 5 Punkte. Mit jedem aufgedeckten Wohnturm wird ein Feld der entsprechenden Farbe abgedeckt. In der Schlusswertung bekommt man so viele Punkte für jeden gesammelten Schatz, wie es freie Punkte in der Farbe gibt. Ein Beispiel: Ich habe fünf blaue Schätze gesammelt. Es wurden 3 blaue Wohntürme aufgedeckt, also sind noch 2 freie Punkte über. Pro Schatz bekomme ich nun 2 Punkte - insgesamt 10 Punkte für meine blauen Schätze. Es werden also immer weniger im Laufe des Spiels und man sollte drauf achten, nicht die Türme der Farbe einzusammeln, von der man die meisten Schätze hat.

Erreiche ich ein Plättchen, auf dem noch keine andere Expedition war, darf ich mir die Unterseite des Wohnturms auf diesem Plättchen ansehen (auf dem großen Plättchen in der Mitte darf ich einen der vier Wohntürme wählen).

Am Anfang des Spiels hat jeder Spieler eine Karte verdeckt gezogen - die Farbe, die die Karte zeigt, wird für den Spieler am Ende doppelt gewertet. (Im obigen Beispiel wären es dann 20 Punkte, wäre meine Karte blau...) Daher erkennt man im Laufe des Spiels evtl. eine Taktik des Gegenspielers (denn der sammelt ja offensichtlich hauptsächlich eine bestimmte Farbe). Da es aber von jeder Farbe zwei Karten gibt, kann es mitunter auch sein, dass zwei Spieler dasselbe Ziel verfolgen.

Mit den Camps gibt es noch die Möglichkeit, Wege zu blocken oder zumindest zu erschweren. Denn Gegenspieler dürfen die Camps meiner Farbe nicht überbauen. Wenn ich meine Camps passiere, darf ich hingegen einen Schatz eines beliebigen Gegners klauen.

Sind alle Expeditionsmarker aufgebraucht, endet das Spiel. Wer eine Mehrheit in einer Farbe hat, bekommt noch einen Extraschatz hinzu und dann wird gerechnet. Der Spieler mit den meisten Punkten siegt...

Spielmaterial

Das Spiel ist recht einfach. Nach fünf Minuten Zusehen und drei kurzen Verständnisfragen in Essen hatten wir es durchschaut - und haben es bedenkenlos gekauft. Eine erste Partie zu Hause brachte noch mehr Durchblick, denn einfach drauflos spielen geht wiederum auch nicht. Man muss schon etwas planen und vor allen Dingen auch gucken, was der Gegner macht. Wohntürme sammelt man natürlich lieber in der Farbe, von der mein Gegenüber schon fünf oder sechs vor sich liegen hat, weshalb man immer schön den Memory-Effekt nutzen sollte. Die insgesamt 54 Expeditionsmarker sind schnell verbraucht, weshalb eine Partie wohl kaum länger als eine halbe Stunde dauern wird. Da es nicht viel zu tun gibt (zwei Aktionen - meist Expeditionmarker legen), gibt es auch keine langen Wartezeiten, besonders nicht in unseren bisherigen Zweierrunden. Flott gespielt, schön anzusehen, spannend bis zum Schluß - einfach ein feines, kleines Lege- und Sammelspiel. Sicher nicht der Megaburner, aber ein rundes, gut ausgewogenes Spiel, welches auch nicht allzulange dauert. Klasse!!! Bestnote von mir - genau meinen Geschmack getroffen!!!

PS: Das Spiel kommt in der kleinen Box, bekannt durch die anderen Phalanx-Spiele in der Größe wie "Go West", "Packeis am Pol" und das von mir vergötterte "Bison". Leider nur ein Fach, in das alles reingeworfen wird, dafür gibt's aber ein paar Tütchen dazu - gute Lösung! Auf der Messe kostete es 25€, was etwas happig war. Beim Händler zwei Stände weiter kostete es nur noch 19€...Schwein gehabt!!! Im I-Net sinds auch nur noch 20€. Vergleichbare Spiele in dieser Größe von anderen Verlagen (etwa Augsburg 1520 von ALEA oder Mykerinos von YSTARI) sind zwar 5€ günstiger, aber was soll's? Ich finde, dass die Phalanx-Spiele eigentlich immer sehr schön aufgemacht sind und da kann man schon mal zugreifen (obwohl ich auch noch einmal mehr drüber nachdenke als bei o.g. Spielen. Zumindest bei den Messepreisen...)

Anasazi von Klaus-Jürgen Wrede, Grafik: Franz Vohwinkel, 2-4 Spieler, ab 10 Jahren, Spieldauer ca. 30 Minuten, Phalanx Games (2006)

Andreas Odendahl, 25.10.06
Fotos: Phalanx Games (2)

Diese Rezension wurde als "Erster Eindruck" zum Spiel in unserem .Spielerforum gepostet. Dort finden Sie weitere, gelegentlich auch kontroverse Meinungen.

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Weitere Infos über "Anasazi":
despielbox.de deLuding enBoardgameGeek
deSpielefindex deGoogle
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Letzte Änderung: 16.04.2008 15:40 
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