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PEEP ("Persönliches «Erster Eindruck» Posting" aus dem spielbox-Forum) Ein bisschen Mord muss sein |
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Die Messe ist vorbei, ich freu mich auf die kommenden Wochen, um all die neuen Spiele dann auch mal in Ruhe fern der Messehektik richtig spielen zu können. Was auf Dauer hält, was der Ersteindruck versprochen hat, wird sich dann erst zeigen. ![]() Stattdessen bekommt jeder Mitspieler ein Büchlein mit der kurzen Beschreibung der Ausgangssituation wie "Ein Wissenschaftler aus Karlsruhe wird in seiner Badewanne vollständig aufgelöst." Einer ist der Inspektor, der den einen Schuldigen unter den verdächtigen Mitspielern finden soll. Als Hilfsperson gibt es noch den Gerichtsschreiber, der aber eher passiv überwachende Funktion hat. Jeder Verdächtige hat eine vorgefertigte Rolle wie "Laborantin, hat sich häufig ungeschickt angestellt". Jetzt erzählen die Verdächtigen vom Inspektor aufgerufen und vom Gerichtsschreiber überwacht, ihre Alibi-Story rund um den Kriminalfall. Im Kern geht es aber darum, 2x drei vorgegebene Worte innerhalb dieser 2 x 60 Sekunden Storyzeit einzuflechten. Jeder Unschuldige hat dieselben Worte, aber eben einen ganz anderen Hintergrund, der sich durch die Rolle ergibt. Der Täter hingegen hat ganz andere 2x drei vorgegebene Worte und möchte möglichst nicht damit enttarnt werden vom Inspektor. Also baut der auch aufgeschnappte Worte der Mitspieler in seine Story ein, während die Unschuldigen den Verdacht subtil auf sich lenken wollen, um Entschädigungspunkte bei dann falscher Anschuldigung zu kassieren. Da werden Storygedanken von einem Spieler zum anderen weitergesponnen, da werden je nach Spielernaturell die Rollen lebendig. Klingt in der verkürzt wiedergegebenen Theorie arg konstruiert und trocken, aber in der richtigen Spielrunde, die wir zum Glück am Sonntagabend waren, ein grandioser Spass. Teilweise waren die Stories und das Aufgehen in den einzelnen Rollen so packend, dass der Inspektor eher gespannt der Story gelauscht hat, als auf verdächtige Einzelworte zu hören. Wer dann nachher gewonnen hatte, war uns egal, obwohl es ausgeklügelte Wertungsmechanismen gibt. Der Spielspass war gegeben. Unterhaltung pur. Insgesamt gibt es 241 Kriminalfälle, die bei unseren sechs gespielten Fällen von kurios bis makaber reichten und ebensolch aussergewöhnliche Rollen vorgaben. Die Spielzeit von 45 Minuten haben wir aber locker verdoppelt, auch weil wir oft schlicht vergessen hatten, den Redefluss durch den abgelaufenen Timer zu stoppen. Zwar nix für Strategie-Taktiker, die auf Sieg spielen wollen, aber die können sich ja gerne mit Caylus & Co vergnügen. Jeder so, wie er mag und "Ein bisschen Mord muss sein" gerne wieder. Für mich die bessere Alternative zu "Werwölfe in Düsterwald", wenn man 5 bis 7 Spieler versammelt hat, weil der Spielablauf mehr im Thema verwurzelt ist. Ein bisschen Mord muss sein, 4-7 Spieler ab 13 Jahren, Spieldauer ca. 45 Minuten, Asmodee - Pro Ludo (2008), Preis ca. 28.00 € Ralf Rechmann, 27.10.2008 Diese Rezension wurde als "Erster Eindruck" zum Spiel in unserem |
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| Letzte Änderung: 13.11.2008 13:11 |
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