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PEEP ("Persönliches «Erster Eindruck» Posting" aus dem spielbox-Forum)

Candamir


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BoxSpielvorbereitungen

Jeder Spieler bekommt einen Charakter zugelost, welcher vier verschiedene Attribute (Wert 0 bis 2 auf Stärke, Geschick, Charisma und Kampf) und zwei spezielle Eigenschaften besitzt. Außerdem erhält er einen Trank und ein Holz. Seine Konstitution wird auf "4" gesetzt. Schließlich werden die Spielerpöppel auf das Stadtfeld in der Spielplanmitte gestellt.

Auf dem Spielplan werden verdeckt Plättchen auf den dafür vorgesehen Stellen verteilt (Gebirge, Ebene, Wald), welche auf der Unterseite Belohnungen anzeigen in Form von Erfahrungspunkten (+1 auf ein beliebiges Attribut), Gegenständen (+2 auf ein bestimmtes Attribut) oder Rohstoffe (Holz, Pelz, Erz).

Die drei Typen der Abenteuerkarten werden derart gemischt und verdeckt aufeinander gestapelt, dass die einfachen Abenteuer ("1") oben liegen und die schwierigsten ("3") ganz unten. Drei dieser Karten werden aufgedeckt. Man erkennt die Art der Aufgabe (Probe auf ein oder zwei Attribute) und die Belohnung (oft Rohstoffe).

Schließlich werden noch die Wegekarten gemischt und verdeckt bereit gelegt. Diese zeigen für alle 4 Himmelsrichtungen an, was einen auf seinem weiteren Weg erwartet. Da gibt es Naturalien (Pilze, Honig, Kräuter) zu sammeln oder kleine Ereignisse zu überstehen (Probe auf ein Attribut, bei Erfolg gibt es einen Rohstoff).

Spielablauf

Ist ein Spieler an der Reihe so kann er zuerst mit der Bank (3:1) oder mit den Spielern Rohstoffe und Naturalien tauschen - wie bei Siedler. ;-D

Dann hat er zwei Möglichkeiten: Entweder er produziert (baut oder braut) oder er expeditiert (kundschaften und zu einem vorher gewählten Ziel wandern). Wenn er einmal eine Expedition begonnen hat, so muss er diese aber erst beenden.

Beim Produzieren kann er Tränke herstellen (welche bei den Proben helfen) oder Siegpunkte erringen, indem er die gerade benötigten Güter für die Bewohner der Stadt liefert.

Zu Beginn einer Expedition darf der Spieler kundschaften: Er schaut unter 2 Landschaftsplättchen und wählt dann ein Ziel für seine Wanderung, indem er seinen Zielstein darauf legt.

Beim Wandern gibt die Konstitution vor, wie weit es gehen soll: Für jeden Schritt wird eine Wegekarte aufgedeckt. Der Spieler entscheidet jedesmal, in welche Richtung er geht (stellt seinen Pöppel auf das nächste Feld) und berücksichtigt dabei ein eventuelles Ereignis (Naturalie nehmen oder eine Probe machen). Erreicht ein Spieler sein Ziel, so stellt er seinen Pöppel wieder in die Stadt zurück und erhält die auf der Plättchen-Rückseite angegebene Belohnung.
 

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Charaktertafel

Die Probe

Eine Probe wird durch einen vorgegebenen Wert auf ein bestimmtes Attribut definiert (etwa "Geschick 8"). Diesen Wert muss der Charakter mindestens erreichen, um die Probe zu bestehen.

Dazu würfelt er einmal, addiert seinen Wert bei diesem Attribut (0-2) sowie etwaige Boni (0-4 Erfahrungspunkte + 2 für einen Gegenstand) dazu. Vor dem Würfeln darf er (falls vorhanden) noch einen Trank nehmen, welcher das Ergebnis um 2 erhöht.

Bei Erfolg erhält der Spieler die angegebene Belohnung, bei Misserfolg verringert sich seine Konstitution um 1 oder 2.

Spielende

Es gewinnt der Spieler, der als erster 10 Siegpukte erringen kann. Siegpunkte gibt es für produzierte Güter, für Mehrheiten bzgl. der Belieferung eines bestimmten Bürgers sowie dafür, die meisten Abenteuer erfolgreich bestanden zu haben.

Spielmaterial

Resumee

Klaus Teuber hat es wieder mal geschafft, ein interessantes neues Spiel mit bekannten Mechanismen zu realisieren. Das neue Element "Wandern mit den Wegekarten" ist sehr gut gelöst und wird uns (hoffentlich bald) in einem ganz neuen (echten Fantasy-)Spiel begegnen. Darauf bin ich schon sehr gespannt!

Das Spiel gibt das Abenteuer-Feeling sehr gut wieder. Ähnlich wie bei einfachen Rollenspielen (ohne moderierenden Spielleiter) ist man natürlich dem Würfel- und Kartenglück ziemlich stark ausgesetzt. Candamir hat jedoch den riesigen Vorteil, dass ein Spieler niemals ganz ausscheiden kann. Im Gegenteil, es bleibt bis zur letzten Runde spannend!

Candamir ist kein Spiel für Grübler und Taktiker, sondern dient einfach nur dazu, 2 abenteuerliche Spielestunden zu verbringen. Nicht mehr und nicht weniger!

Jost Schwider, 12.10.2004, Ausgezeichnete (Brett)Spiele

Candamir von Klaus Teuber, 2-4 Spieler ab 12 Jahren, Spieldauer ca. 60-120 Minuten, Kosmos (2004), Preis ca. 24.95 €.

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Weitere Infos über "Candamir":
despielbox.de deLuding enBoardgameGeek
deSpielefindex deGoogle
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Günter Sauerbier <guenter.sauerbier@nexgo.de> 30.11.2004 08:23:

Was für ein Spiel!? Null Interaktion, jeder spielt für sich allein und meistens nur lustlos vor sich hin. In den Zeiten, in denen ich auf meinen Zug warten muss, kann ich genauso gut mich vor dem Computer setzen und ein Rollenspiel spielen. Beides will ich aber nicht. Für mich ist Candamir sogar noch schlechter als Anno 1503, das war schon langweilig genug. Ich bereue es bitter, für Candamir Geld ausgegeben zu haben. Ich habe es relativ günstig erstanden, das war wohl schon ein Zeichen für einen Ramschpreis. Weg mit Schaden!


Dr. Reiner Düren <RoterPiranha@aol.com> 05.12.2004 17:50:

Wenn man sich in seinem Zug nicht anschaut was díe Mitspieler machen ist es natürlich schwierig zu einer Interaktion zu kommen. Gerade das rechtzeitige Erkennen der Pläne der Mitspieler gehört für mich dazu, denn die Wünsche der Dorfbewohner können ja nicht beliebig sondern nur in einer bestimmten Reihenfolge abgearbeitet werden. Auch sollte man schon darauf achten wer welche Eigenschaft stärkt, denn ansonsten sind Abenteuer, die man auch bestehen könnte irgendwann weg.


Bodo <bodomalo@gmx.net> 30.12.2004 16:42:

Das Spiel ist schlecht. Das ist mein erster Eindruck, und ich werde wohl selbst die Regeln etwas ändern müssen bis es besser wird.
Wie die anderen schon geschrieben haben, man spielt immer nur alleine vor sich hin, es ist völlig egal was die anderen Mitspieler machen. (seine Siegpunkte für Produkte bekommt man immer irgendwie)
Die Abenteuer die zu bestehen sind sind absoluter blödsinn und bringen gar nichts. Wozu soll man es riskieren zuerst seinen Siedler volle aufzurüsten (mit Eigenschaften, Schilden usw), dann noch der Gefahr aussetzen einen Konditionspunkt zu verlieren - nur damit man 1 Trank bekommt??? Völliger Schwachsinn. Den Trank bekommt man auch für 2 Kräuter, und die bekommt man in Mengen beim rumwandenr gratis.
Also - einziges Spielziel, alleine herumwandern und so schnell wie möglich die Kärtchen mit Tieren oder 2 Rohstoffen aufdecken. Das ist alles...faaaaaaad


Denis Fischer <denisfischer@gmx.de> 25.02.2005 11:32:

Anno besser als Candamir? Ok. Das mag diskussionswürdig sein, aber ich ziehe Candamir einfeutig vor. Anno ist noch weniger interaktiv als Candamir, da man hier nicht einmal untereinander handeln darf!!!! Bei C. hat man wenigstens dieses Siedler.Element wieder eingeführt, welches für Interaktion sorgt. Auch finde ich Candamir abwechslungsreicher. Auch vom Spiel. Und die Idee der Wegkarten ist auch gut.
Anno hat da seine Probleme: Wer sein Schiff pro Zug doppelt weit bewegen darf, hat einen großen Vorteil. Und ab der Hälfte des Spiels bricht die Spannung ein, weil alle Inseln entdeckt und man nur noch auf die 30 Goldstücke spielt.
Beide Spiele haben aber meines Erachtens ein großes Problem: Die Spielzeit bei 4 Personen. 2-3 Stunden muß man leider einkalkulieren und dafür bieten die Spiele zu wenig. Leider auch Candamir. Die Wege zu den Plättchen werden zu lang und das Spiel zieht sich. Zu Zweit gefällt es uns aber sehr gut, da die Spielzeit (ca. 70-90 Minuten) überschaubar bleibt und man nicht so lange auf seinen Zug warten muß.

 
Letzte Änderung: 16.04.2008 15:40 
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