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PEEP ("Persönliches «Erster Eindruck» Posting" aus dem spielbox-Forum)

Dicke Dämonen


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Gestern haben wir mal die Dicken Dämonen eines gewissen Heinrich Glumper Smiley von der Edition Erlkönig ausgepackt. Die Solovariante kann man ja online probespielen, aber dazu bin ich nie gekommen.

SpielmaterialDas Spielmaterial besteht aus 50 Pöppeln (je 10 in 5 Farben) und vier Schnüren, die zu Kreisen zusammengeknotet sind (also so, dass man 4 Schnur-Kreise hat). Die Farben sind analog zu 4 von den Pöppelfarben grün, gelb, rot und blau, weisse Schnüre gibt es nicht. Die Schnüre werden so übereinander gelegt, dass die Schnittpunkte mehrere Flächen bilden - so wie bei der Mengenlehre in der Grundschule. Die Gebiete werden also durch 2-4 Schnüre begrenzt. Ausserdem gilt das ganze Äussere noch als ein Gebiet.

Jeder Spieler zieht jetzt blind 4 Pöppel aus dem Beutel und es geht los. Wer dran ist, spielt einen davon und zieht einen nach. Die weissen kann man in die Mitte eines Gebietes stellen und das Gebiet damit für alle weiteren Pöppel sperren. Die farbigen kommen an einen noch freien Schnittpunkt zweier Schnüre, von denen einer die Farbe des Pöppels haben muss.

Damit man irgendwann auch gewinnen kann, darf man einmal pro Spiel einen weiteren Pöppel vor sich ablegen und bestimmt die Farbe, die für einen gewertet wird. Natürlich darf niemand anderer bereits diese Farbe haben. Das Festlegen "bezahlt" man mit allen Pöppeln aus der Hand. Zwar darf man - wie sonst auch - einen am Ende des Zuges nachziehen, aber man hat keine Auswahl mehr.

Das Spiel endet, wenn ein Spieler nicht mehr setzen kann (sei es, weil er keine Pöppel mehr in der Hand hat, sei es, weil es keinen legalen Zug mehr gibt). Dann wird gewertet: Weiss bekommt die Anzahl der gesetzten weissen Steine als Punkte. Für die Farben wird in jedem Gebiet derjenige bestimmt, der die Mehrheit hat. Die Farbe bekommt so viele Punkte wie die Schnur Schnittpunkte hat (für den Knoten gibts Extrapunkte). Das Fiese: bei Gleichheit bekommt niemand Punkte!

So, dass wars in aller Ausführlichkeit in Punkto Regeln. Eigentlich einfach, aber alle dachten erstmal: "HÄHH?" Denn das Spielprinzip ist sehr, sehr ungewöhnlich und es brauchte eine Probepartie, um zu sehen, was man eigentlich machen kann. Da stellt man fest, dass man gerne eine Farbe hätte, dessen Pöppel man nicht hat. Da stellt man fest, dass, wer sich früh entscheidet, gezielt spielen kann - aber leider immer nehmen muss, was kommt. Da stellt man auch fest, dass man natürlich gerne Parität in Gebieten hervorruft, die dem Gegner gehört und das Weiss (mit theoretisch 9 maximalen Punkten) überraschend oft vorne mit dabei ist (*hüstel* - 2x in zwei Spielen).

Dicke Dämonen geht fix (eine Partie ca. 20 Minuten) und das ist gut, da man ja erstmal probieren muss. Es ist taktisch, aber nicht zu grüblerisch (immerhin ist da durch das Ziehen ein nicht unerheblicher Glücksfaktor im Spiel). Vor allem ist es aber ausgesprochen originell; was mich bei Spielen immer besonders freut. Als origineller Absacker oder Eröffner ist es durchaus empfehlenswert!

Peer Sylvester, 29.11.04

Dicke Dämonen von Heinrich Glumpler, 1-4 Spieler ab 10 Jahren, Spieldauer ca. 20 Minuten, Edition Erlkönig (2004).

PS vom Autor des Spiels:

Danke für das "Peep!"

Das Spiel ist nicht mehr erhältlich, kann aber leicht nachgebastelt werden. Nachdem das Spiel im Peep so gut beschrieben worden ist, sind die Regeln zwar fast überflüssig - stehen aber trotzdem frei zum Download zur Verfügung auf .erlkoenig.ws/ee/download.htm.

Die .Online-Version wurde leicht verbessert.
Danke nochmal für die Anregungen, die ich auf der Spiel '04 bekommen habe.

Heinrich Glumpler

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Weitere Infos über "Dicke Dämonen":
despielbox.de deLuding enBoardgameGeek
deSpielefindex deGoogle
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Letzte Änderung: 16.04.2008 15:40 
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