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PEEP ("Persönliches «Erster Eindruck» Posting" aus dem spielbox-Forum)

THE EYE OF JUDGMENT


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ProduktfotoWie versprochen mein PEEP zu THE EYE OF JUDGMENT (wird vom Hersteller wirklich komplett in Grossbuchstaben geschrieben). Der Text basiert auf den Erfahrungsberichten von Sabrina "Eowyn" Wennemann und Peter "MaxPower" Weller auf .www.playstationliga.de, mit Erlaubnis verwendet und als spielbox PEEP überarbeitet und ergänzt von mir. Viel Spass damit!

Seit Ende Oktober 2007 ist es endlich erhältlich, THE EYE OF JUDGMENT vom Publisher SCED. Aber was ist dieses PS3-Game überhaupt für ein Spiel? THE EYE OF JUDGMENT - oder kurz EoJ - ist eine gelungene Dreierkombination aus Video-, Sammelkarten- und Brettspiel. Durch die PLAYSTATION®3 und die neue PLAYSTATION® Eye-Kamera werden die Karten förmlich zum Leben erweckt und man versinkt als Spieler in einer völlig neuen Welt.

Beim Kauf von THE EYE OF JUDGMENT ist alles dabei, was man benötigt, um gleich loszuzaubern. Blu-ray-Disc, Eye-Kamera, Spielfeld sowie ein Starterdeck bestehend aus 30 Karten plus einen Booster-Pack mit acht weiteren Zauber- und Kreaturenkarten. Hat man erstmal alles aufgebaut, kann es auch schon losgehen.

Die Spielregeln sind schnell erklärt: Das Spielfeld hat neun Felder. Wer als erster Spieler davon fünf Felder mit seinen Karten besetzt, der hat gewonnen. Soweit die Kurzform. Wenn irgendeine Eurer Aktionen droht, gegen die Regeln zu verstossen, so meldet sich die KI zu Wort - learning by playing leicht gemacht. Im Detail wird aber noch einiges mehr geboten. Deshalb Anleitung sorgsam lesen, oder unseren Alternativ-Tipp für die nicht so Lesefreudigen befolgen, die umfangreichen und interaktiven Tutorials direkt auf der PS3 anzuschauen.

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Konkret betrachtet: Die Kreaturkarten sowie die neun Felder der Spielfläche sind den fünf Elementen zugeordnet (Feuer, Erde, Wald, Wasser und Biolith), wobei die einzelnen Felder über eine Vorder- und Rückseite mit je einem anderen Element verfügen. Dazu kommen noch eine Vielzahl von verschiedensten Zaubersprüchen, sowie vier Aktionskarten, die das Geschehen steuern. Eure Kreaturen können ihre Gegner auf unterschiedliche Weise angreifen, es gibt dazu Magie- und physische Angriffe. Einige Kreaturen können sich sogar verteidigen oder ausweichen. All das wird durch stimmungsvolle Animationen in Szene gesetzt und beeindruckt im Zusammenspiel der Karten mit dem PS3-Geschehen.

Bisher gibt es 110 verschiedene Karten in den Wertigkeitsstufen von häufig (common) bis ultra-selten (ultra-rare), was die Sammler unter uns erfreuen wird. Wer trotzdem nicht genug bekommen kann, weitere Kartensets wurden bereits angekündigt.

Für den Anfang ist es sinnvoll, erstmal das Stoffspielfeld zu bügeln und für optimale Beleuchtungsverhältnisse zu sorgen, weil ansonsten manche Karten unter Umständen zeitweise oder auch gar nicht erkannt werden. Obwohl es die vier Aktionskarten (Abbrechen, Aktion, Spielzug beenden, Status) gibt, ist der PS3-Controller trotzdem nicht überflüssig. Mit den Schultertasten könnt Ihr Euch u.a. Informationen zu den Feldern oder zu bereits beschworenen Kreaturen einholen.

Auch nach den ersten Probepartien bleibt die KI selbst auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad eine Herausforderung. Davon solltet Ihr Euch aber nicht entmutigen lassen, denn am meisten Spass macht THE EYE OF JUDGMENT ganz klar im Monsterkampf mit einem menschlichen Gegenüber. Wer auf die Schnelle keinen Kumpel im heimischen Wohnzimmer greifbar hat, nutzt einfach und unkompliziert die Möglichkeit, im PlayStation Network gegen eine Vielzahl von Spielern aus der ganzen Welt anzutreten.

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Zusammenfassend ist THE EYE OF JUDGMENT ein gelungenes, fesselndes und neues Spielkonzept, das trotz kleinerer aber durchaus verschmerzbarer Kinderkrankheiten ganz klar seinesgleichen sucht. Unsere Kaufempfehlung für alle Fans von Sammelkartenspielen, Monsterbändigern und Freunden von einzigartigen Spielideen.

Soweit die Einschätzung für alle Videospieler. Aber kann das Sammelkartenspiel auch die Tradingcardfraktion oder traditionelle Brettspieler überzeugen?

Auf der einen Seite ist es sicherlich faszinierend, wenn die bisher nur als Pappkarten gekannten Monster plötzlich 3D-animiert zum virtuellen Leben erwachen. Sieht wirklich beeindruckend aus. Allerdings bremst diese Präsentationsart und die eigentlich immer gleich ablaufenden Kampfanimationen auf der anderen Seite den Spielablauf aus. Irgendwann hat man sich schlicht satt gesehen und schaltet die Kampfanimationen aus, um die Spielpartien zu beschleunigen. Dann wird aus der PS3 ein Schiedsrichter, der das Spielgeschehen überwacht und Kommandos zum Spielablauf gibt.

So gesehen, könnte man jetzt das Spiel auch offline völlig ohne PS3 und der Eye-Kamera spielen, was aus dem Videospiel ein reines Sammelkartenspiel um besetzte Positionen auf den Spielbrett macht. Ist aber kein Mitspieler verfügbar, der im besten Falle sein eigenes Deck mitbringen sollte, dann hat der Online-Modus über das PlayStation Network durchaus seine Vorteile. Irgendjemand wird sicherlich zu jeder Tages- und Nachtzeit auf eine Herausforderung warten. Per Voicechat kann man sich dann während der Spielpartie unterhalten und jeder zockt zu Hause in seinem Wohnzimmer vor seinem HD-Fernseher. Aber auch zu zweit vor der Konsole macht EoJ Spass, weil es dann die Grenzen zwischen Brettspiel und Videospiel durchbricht und die Emotionen des Gegenübers erhalten bleiben.

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Nicht unerwähnt sollte der Anschaffungspreis bleiben. Mit rund 87 Euro ist das PS3-Spiel im Bundle mit der Eye-Kamera und 38 Karten erhältlich und ohne PS3-Konsole (ab 399 Euro im Handel) läuft überhaupt nichts. Zwar kann man mit dem Starterdeck (30 Karten) inklusive des beiliegenden Boosterpacks (8 zufällige Karten) schon erste Spielpartien bestreiten und notfalls teilt man sich im Spiel zu Zweit einfach das Deck, aber den eigentlichen Reiz machen die vielfältigen Boosterpacks und Themendecks auf, die neue Spielmöglichkeiten durch neue Monster und Zauber ins Spiel bringen und das kann ins Geld gehen.

Für 2008 sind schon weitere Karten, über die 110 aktuellen hinaus, angekündigt - das Sammeln hört also nicht auf, wenn man sich selbst nicht zügelt und Grenzen setzt!


Nach einem Antwortposting ("...danke, wenn auch ein reiner Werbetext, gibt's einen ersten Einblick ins Spiel") ergänzte der Verfasser seinen ersten Eindruck:

Damit der naheliegende Verdacht eines Werbetextes nicht im Raum stehen bleibt, hier meine zusammengefassten Negativpunkte, die eventuell so in der Textflut des PEEP untergegangen sind oder zu kurz angesprochen wurden:

  • Tutorials sind arg langatmig. Zwar extrem ausführlich erklärt, aber genau da liegt auch die Schwachstelle, weil man die nächsten Erklärschritte schon fast erraten kann. Zum Glück kann man zum nächsten Kapitel vorspulen.
  • Kampfanimationen bremsen den Spielablauf aus und neigen zum "satt sehen", lassen sich aber auch abschalten.
  • Elemente der Spielplanfelder lassen sich anfangs nur schwer auseinander halten, so dass man häufig zum "Status-Bildschirm" umschalten muss - entweder per Aktionskarte oder per Joypad.
  • Anschaffungspreis ist recht hoch mit 87 Euro im Vergleich zu normalen Sammelkartenspielen, wo man für den Preis schon ein ganzes Display an Boosterpacks bekommen könnte.
  • Kann nicht jederzeit und überall gespielt werden, da es eine PS3 benötigt samt HD-TV, um seine Vorteile gegenüber eines normalen Sammelkartenspiels zu behalten.
  • Grafik sieht zwar gut aus, ist aber nicht unbedingt Next-Generation-Niveau, weil Bewegungen teils eckig wirken.
  • Die Kamera funktioniert nur, wenn die Umgebung ausreichend hell ist. Irgendwas zwischen Dämmerlicht und angenehme Beleuchtung reicht aber für die Erkennung der Spielkarten aus und muss auch nur aufs Spielfeld konzentriert sein. Empfehle eine Stehlampe, damit nicht der komplette Raum ausgeleuchtet sein muss.

Trotzdem finde ich es weiter faszinierend, auf welche Art da Sammelkartenspiel und Videospiel verschmolzen ist. Das reine passive Zuschauen ist aber eher langweilig, wenn man nicht selbst EoJ-Spieler ist und hofft, aus dem Gesehehen neues Wissen für seine Deckzusammenstellung zu erlangen.

Wer schon eine PS3 besitzt und Sammelkartenspielen generell nicht abgeneigt ist, der sollte zugreifen. Alleine dafür knapp 500 Euro auszugeben, wenn man die Konsole nicht noch weiter nutzen würde, lohnt meiner Meinung nach aber nicht, da kann man als Brettspieler lieber in andere Sammelkartenspiele investieren.

Ich selbst werde es sicherlich weiterhin spielen und mir noch wenige Booster- oder Themendecks kaufen, bis ich die 38 Karten auf 60 aufgestockt habe und dann regulär mit je 30 Karten pro Spieler eine Partie zu Zweit zu Hause zocken kann. Idealer wäre es allerdings, wenn man das Starterdeck einzeln dazukaufen könnte, habe ich aber noch nirgends gesehen.

Ralf Rechmann, 15.11.2007
Fotos: Sony Computer Entertainment Europe (4)

Diese Rezension wurde als "Erster Eindruck" zum Spiel in unserem .Spielerforum gepostet. Dort finden Sie weitere, gelegentlich auch kontroverse Meinungen.

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Weitere Infos über "THE EYE OF JUDGMENT":
despielbox.de deLuding enBoardgameGeek
deSpielefindex deGoogle
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Letzte Änderung: 16.04.2008 15:40 
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