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PEEP ("Persönliches «Erster Eindruck» Posting" aus dem spielbox-Forum)

Glory to Rome


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ProduktfotoHiermit möchte ich mal eine Lanze für das Spiel "Glory to Rome" brechen. Bislang hat das Spiel mE hier (fast) noch keine Beachtung gefunden, was an sich und solches sehr schade ist, denn es geht in die selbe Richtung wie "San Juan" oder "Race for the Galaxy" und ist wirklich ein klasse Spiel. Es ist ein Kartenspiel und bislang meines Wissen nur in englisch erschienen. (Es gibt hier englische Texte auf den Karten, die zwar nicht schwer sind, aber wenn jemand Probleme mit dem Englischen hat, dann rate ich mal davon ab...)

Im Spiel hat man die Möglichkeit, aus 2 Aktionen eine auszuwählen: Aktion A: Charakter wählen ODER Aktion B: Denken (=Thinker). Mit seinen Charakteren kann man letztendlich Geld, Materialen, oder andere Charaktere aus der Mitte (=dem Pool) nehmen und in seine eigene Auslage legen. Jede Karte im Spiel hat hierbei verschiedene Funktionen und kann - wenn man sie vom Pool nimmt - in verschiedene Bereiche der eigenen Auslage gelegt werden. Allgemein enthält jede Karte unterschiedliche Symbole und Funktionen. So enthält eine Karte am linken Rand die Bezeichnung und das Symbol des Charakters, in der Mitte der Karte befindet sich ein Bauwerk einschl. spezifischer Funktion und am unteren Rand das Material einschl. Kosten. Die Karten haben demnach 4 verschiedene Funktionen (Geld, Material, Bauwerk oder Charakter), je nachdem, wie man sie ausspielt und benutzen möchte.

Wie bereits erwähnt, muss man im Spiel nun entweder "Denken" oder "einen Charakter spielen".

Beim "Denken" füllt man generell seine Hand wieder auf 5 Karten auf, oder man nimmt sich einen Joker oder, sollte man schon 5 Karten auf der Hand haben, nimmt man sich nur eine zusätzliche Karte aus der Kartenablage auf die Hand.

Spielt man hingegen eine Charakterekarte, so haben alle anderen Spieler die Möglichkeit, von ihrer Hand ebenso den gleichen Charakter zu spielen (=bekennen) oder aber zu "Thinken". Spielen sie den gleichen Charakter, dann dürfen alle Spieler ebenfalls diese Aktion machen bzw. können die Aktion auch beim "Thinken" machen, aber hierzu muss ein gleicher Charakter in der eigenen Auslage als Gefolgsmann ausliegen. Generell gilt: Die Gefolgsleute der eigenen Auslage erlauben immer die gespielte Aktion, sollte es die gleiche Karte wie die soeben ausgespielte sein.

Welche Charaktere gibt es?

  • Charakter: Patron
    Funktion: Man kann eine Karte aus dem Pool in der Mitte des Tisches nehmen und diese Karte als Charakter in die eigene Auslage legen.
     
  • Charakter: Laborer
    Funktion: Man kann eine Karte aus dem Pool in der Mitte des Tisches nehmen und diese Karte als Material in die eigene Auslage legen.
     
  • Charakter: Architekt
    Funktion: Man kann eine Karte aus der Hand als Fundament für ein bestimmtes Bauwerk neben die eigene Auslage spielen. Alternativ kann man Materialen aus der eigenen Auslage an dieses Fundament anlegen. Hat das Bauwerk dann die benötigten Materialen, ist es fertiggestellt und man kann seine Funktion nutzen.
     
  • Charakter: Craftsman
    Funktion: Man kann eine Karte aus der Hand als Fundament für ein bestimmtes Bauwerk neben die eigene Auslage spielen. Alternativ kann man Materialen aus der eigenen Hand an dieses Fundament anlegen. Hat das Bauwerk dann die benötigten Materialen, ist es fertiggestellt und man kann seine Funktion nutzen.
     
  • Charakter: Merchant
    Funktion: Man kann Karten, die man als Materialen in seine Auslage gelegt hat, in den eigenen Vault legen. Diese Materialien fungieren dann als reines Geld, was am Ende direkt Punkte bringt.
     
  • Charakter: Legionary
    Funktion: Ein bestimmtes Material vom Pool und von den Mitspielern "klauen" bzw. "einfordern".

Zum Schluss zählen dann die Geldbeträge im Vault, der Lohn für die fertiggestellten Bauwerke, sowie einige Bauwerke selber, welche Punkte für die Endabrechnung liefern (ähnlich den lilalen Gebäuden von Puerto Rico), als Siegpunkte.

Produktfoto

Fazit:
Letztendlich dreht sich alles darum, aus dem Pool Karten für sich zu nutzen - entweder als Gefolgsleute oder als Materialien -, um damit dann Punkte zu bekommen. Punkte gibts wie gesagt auf fertiggestellte Bauwerke, oder aber für Materialien, diee man in seinen "Vault" (Tresor) legt.
Entgegen vergleichbarer Spiele hat der erste Spieler, der einen Charakter wählt, keinen Startspielervorteil. Jeder Spieler, der ebenfalls die vom Startspieler ausgespielte Charaktere "bekennt", kann ebenfalls diese Aktion nutzen, sollte diese dann noch ausführbar sein, wenn er an der Reihe ist.
Im Spiel gibt es zwar nur 3 Möglichkeiten an Siegpunkte zu kommen, der Weg dorthin ist aber vielfältig und so grübelt man schon, was man denn nun als nächstes machen möchte.

Mir gefällt "Glory to Rome" wirklich super. Es ist zudem sehr klein und so kann man es als Reisespiel sehr gut mitnehmen. Alles in allem: Für Fans von "San Juan" oder "Race for the Galaxy" ist das Spiel nur zu empfehlen.

Glory to Rome von Carl Chudyk, 2-5 Spieler ab 12 Jahren, Cambridge Games Factory (2005)

Mario Steigerwald, 06.08.2008
Fotos: Cambridge Games Factory (2)

Diese Rezension wurde als "Erster Eindruck" zum Spiel in unserem .Spielerforum gepostet. Dort finden Sie weitere, gelegentlich auch kontroverse Meinungen.

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Weitere Infos über "Glory to Rome":
despielbox.de deLuding enBoardgameGeek
deSpielefindex deGoogle
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Letzte Änderung: 15.09.2008 13:59 
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