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PEEP ("Persönliches «Erster Eindruck» Posting" aus dem spielbox-Forum) Mont Saint Michel |
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Die Spielschachtel ist schlanker als erwartet, doch die Grafiken des Spielmaterials sind besonders hübsch, wie von Drei Magier eben zu erwarten. Die farbigen Mönche, die auch als das Gimmick des Spiels dargestellt werden, erfüllen ihren Zweck sehr gut. Die klein eingerollten Zettel können gut darin verstaut werden und einmal verschlossen, öffnen sich die Mönche auch nicht wieder ungewollt. Bevor wir unsere erste Partie absolvieren können, steht ein Regelstudium an, das sich im diesem Fall schwieriger als erwartet gestaltet. Wir haben ein "Arkham Horror" kapiert und eben erst ein "Colosseum" interpretiert. Da sollte doch ein "Mont Saint Michel" recht schnell verstanden werden. Ich lese die Spielregel des Öfteren durch und mir ist immer noch nicht alles sonnenklar! Die Verweise in der Regel auf die Beispiele und abgebildeten Schemata selbst sind schon das erste Rätselhafte am Spiel. So kommt es, dass wir unsere erste Partie schon mit zu vielen Identitätskarten spielen und uns allen recht schnell klar ist, welcher Detektiv in welcher Kutte steckt. Detektive in Mönchskutten? Worum geht es denn eigentlich im Spiel, wird man sich fragen. Ein geheimnisvolles Buch soll einst in seine Einzelteile zerfetzt worden sein und nun tauchen Seiten davon auf Mont Saint Michel auf. Wir Spieler suchen diese Seiten. Dabei stellen sich uns folgende Probleme: Keiner der Mitspieler weiß, wer mit welcher Figur spielt. Auf kleinen Zetteln sind unsere Namen notiert und in den verschiedenfarbigen Mönchsfiguren versteckt. Davon gibt es immer 6 und Mitspieler gibt es maximal 5. So gilt es im Laufe des Spiels durch das Aufdecken von Identitätskarten herauszufinden, in welcher Figur der eigene Name steckt. Außerdem sammeln die Mönchsfiguren Buchseiten, die einmal mehr (4 Punkte) und einmal weniger (1 Punkt) wert sind. Wo sich diese Seiten auf dem Spielplan befinden, gibt eine Ortskarte vor, die mit jeder neuen Buchseite wechselt. Ist man am Zug, so bewegt man eine Mönchsfigur um so viele Felder, wie die aktuell zu gewinnende Buchseite an Zugschritten angibt. Dabei sollte durch geschicktes Bewegen versucht werden, Figuren von Feldern zu verdrängen, denn auf einem Ort darf immer nur eine Figur stehen. So kann man Kettenreaktionen auslösen und mit vielleicht nur einem Bewegungspunkt auf einen 3 Felder entfernten Ort gelangen. Die gewonnenen Karten werden den verschiedenen Farben der Mönchskutten zugeordnet und am Ende für jede Mönchsfigur abgerechnet. Hat die Figur mit meinem Namen dann die meisten Buchpunkte sammeln können, habe ich gewonnen. Als großer Freund von Detektivspielen wie etwa "Das Geheimnis der Abtei", "Cluedo DVD" oder "Electronic Detective" muss ich leider feststellen, dass die hier geleistete Hirnarbeit sich nur auf zufällig erhaltene Identitäten und vage Vermutungen beschränkt. Es macht zwar Sinn, sich die Reihenfolge der Orte im Kartenstapel zu notieren, aber leider ist ein strategisches und vorausschauendes Platzieren der Figuren nicht möglich, da ich ja nicht im voraus ahne, welche Buchseite (und davon gibt es nämlich auch negative Buchpunkte) als nächstes gefunden werden kann. Ob ich nun gleich meine Mönchsfigur ausfindig mache oder die eines meiner Mitspieler ist reine Glückssache! Leider macht es aber einen großen Unterschied, ob ich von Anfang an weiß, wer ich bin oder eine Zeit lang im Dunkeln tappe. Da begrüße ich die Variante für zwei Spieler auch in regulären Mehrspielerrunden, denn da darf ich im späteren Verlauf des Spiels auch Identitäten von Figuren tauschen, was aber dann auch wieder all die investierte Arbeit der Spieler mit einem Schlag zunichte machen kann.
"Was sollen wir denn nun von "Mont Saint Michel" halten?", habe ich meine Freundin nach unserer letzten 2er Partie gefragt. Sie meint, sie habe schon weitaus Besseres gespielt. Für mich waren die gut 40 Minuten recht schnell vorbei und gerade gegen Ende des Spiels konnte ich mir ins Fäustchen lachen, weil Barbara mich in einer anderen Mönchskutte vermutet hatte. Ich bin mir nicht sicher, ob großartige Bluffmanöver im Spiel möglich sind. Anscheinend hat's für mich geklappt. Gewonnen habe ich allerdings trotzdem nicht. Ich würde mir wünschen, dass ich im Spiel mehr Möglichkeiten hätte, als bloß von Ort zu Ort zu ziehen und möglichst mit meiner Figur Buchseiten aufzunehmen. Wer weiß, vielleicht sind Feinheiten des Spiels erst für geübte Detektive ersichtlich. Für uns Amateure war "Mont Saint Michel" ganz nett, aber auch nicht mehr! Mont Saint Michel von Kathi Kappler, Johann Rüttinger, Rolf Vogt, Grafik: Rolf Vogt, 2-5 Spieler, ab 8 Jahren, Drei Magier (2007) Ralph Obkircher, 17.04.07 Diese Rezension wurde als "Erster Eindruck" zum Spiel in unserem |
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| Letzte Änderung: 16.04.2008 15:40 |
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