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PEEP ("Persönliches «Erster Eindruck» Posting" aus dem spielbox-Forum)

Portobello Market


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ProduktfotoVorweg genommen: Portobello Market hat uns großen Spaß gemacht.

Das Spielfeld besteht aus einem Netz von Gassen, an deren Kreuzungspunkte sich Plätze befinden. Jede Gasse hat Felder für 2 bis 6 Marktplätze. Dorthin bauen die Spieler ihre Marktstände, wobei man aber immer an die vorher gebauten Marktstände anbauen muss. Man kann sich die Bauplätze also nicht frei aussuchen und immer die wertvollsten nehmen.

Als Spieler kann man wählen, ob man 2, 3 oder 4 Aktionen in seinem Zug ausführen möchte. Das entsprechende Plättchen dreht man um, und erst wenn man jedes benutzt hat, kann man alle wieder neu umdrehen und benutzen. Dadurch ergibt sich ein asymmetrischer Spielrhythmus, was ich sehr interessant fand. Neben dem Bauen eines Marktstandes kann ich einen Kunden aus dem Beutel ziehen, der ein wertvoller oder ein weniger wertvoller Kunde sein kann, und setze ihn auf ein Kreuzungsfeld. Die schlechten eher zu den Gassen, wo die Mitspieler Marktstände haben, die guten zu meinen Gassen. Aber die Gassen sind oft gemischt bebaut, und außerdem gilt ein Kreuzungspunkt ja immer für mehrere Gassen gleichzeitig. Da muss man gut den Nutzen für einen selbst und den Schaden für die Mitspieler abwägen.

ProduktfotoEins ist noch wichtig: Marktstände darf man nur bauen, wo sich der Bobby befindet. Den kann man zwar im eigenen Zug beliebig oft bewegen (das ist auch keine Aktion), aber es kostet mich unter Umständen Siegpunkte und bringt meinen Mitspielern Siegpunkte ein, je nachdem, wie eine Gasse bebaut ist, die der Bobby überquert. So kann man mit einer geschickten Bebauung die Spieler dazu bringen, dass sie den Bobby bewegen müssen und mir dafür Siegpunkte zahlen müssen. Punkte gibts immer, wenn eine Gasse voll bebaut ist und Kunden an beiden Gassenenden stehen. Je nach Art der Kunden werden die Marktstandpunkte (die innerhalb einer Gasse auch variieren) mit 1, 2, 3 oder 4 multipliziert.

Das war's eigentlich schon, bis auf die Distriktwertungen. Dafür muss ich Aktionsplättchen einsetzen, und bekomme umso mehr Punkte, je mehr Marktstände ich in einem Distrikt habe. Den Zeitpunkt einer Distriktwertung kann ich selbst bestimmen, und da sowohl zu früh als auch zu spät mit Vor- und Nachteilen verbunden ist, ist hier gutes Timing gefragt. Ganz zum Schluss kommt der Lord ins Spiel, und der schüttet noch mal ordentlich Punkte aus. Das hat bei uns den Spielstand zum Schluss noch mal einigermaßen beeinflusst, und ich bin mir sicher, mit etwas Erfahrung kann man schon vorher auf die Lord-Wertung hinspielen und die Punkte einheimsen. Das war bei uns ein gewisses Überraschungsmoment, aber das sollte man in seine Strategie mit einbeziehen.

Nach einer guten halben Stunde war Schluss, und wir hatten viel Freude (aber auch Schadenfreude) bei dem Spiel. Die nächste Partie wird nicht lange auf sich warten lassen, da will ich einige Dinge aus der ersten Partie noch zu meine Gunsten besser machen. Ich kann eine klare Kaufempfehlung aussprechen. Zumal die Regeln schon sehr eingängig und überschaubar sind.

Produktfoto

Portobello Market von Thomas Odenhoven, Grafik: Michael Menzel, Christof Tisch, 2-4 Spieler, ab 8 Jahren, Preis ca. 25 €, Schmidt Spiele (2007).

Sabine Kaller, 14.01.07
Fotos: Schmidt Spiele (3)

Diese Rezension wurde als "Erster Eindruck" zum Spiel in unserem .Spielerforum gepostet. Dort finden Sie weitere, gelegentlich auch kontroverse Meinungen.

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Weitere Infos über "Portobello Market":
despielbox.de deLuding enBoardgameGeek
deSpielefindex deGoogle
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Letzte Änderung: 16.04.2008 15:40 
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