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Gekauft, gespielt und nun gepeept!
War ich mir letzte Woche noch unsicher, ob sich eine Anschaffung der
Risiko Version für STAR WARS überhaupt lohnt, so berichte ich heute
schon von unserer ersten Partie am Wochenende.
Zu zweit, also meine Freundin und ich, wagten wir uns in den Klonkrieg,
der optisch recht gelungen auf dem bekannt großen Risiko Spielplan
dargestellt wird. Natürlich gibt es keine Kontinente, sondern
Planetensysteme, die in einer Matrix dargestellt werden. Es handelt
sich dabei angeblich um die in EPISODE II gegen Ende hin in 3D zu
sehende Matrix auf Genosis, die den Seperatisten zur Planung ihrer
Kampfstrategie dient. Die Figuren sind kleine Modelle der Klonkrieger
und der Robots aus den Filmen. Außerdem gibt es noch Darth Sidius als
Plastikmodell. Ein Kartenset, bebildert mit Filmausschnitten, für das
Gute und das Böse steht zur Verfügung. Das Böse führt auch noch einen
Stapel mit geheimen Verbündeten- und Planungsblättchen. Einzig allein
die auf Pappscheiben gedruckten Raumschiffe hätten als echte Modelle
für noch mehr Flair gesorgt.
Nun aber zum Spiel selbst. Das Grundprinzip von Risiko bleibt so wie es
ist. Man bekämpft angrenzede Planeten mit Würfeln und versucht
möglichst vernichtend auf den Gegner zu wirken. Das Spiel kann nun auch
gut zu zweit gespielt werden, da es ohnehin nur zwei Parteien gibt.
Trotzdem müssen die Ressourcen für die einzelnen Armeen (2 x
Separatisten, 2 x Republikaner) getrennt von einander aufbewahrt und
auch verwendet werden. Für vier Spieler bedeutet das ein kooperatives
Spiel für jeweils 2!
Für eroberte Planeten gibt es Karten, die auf folgende Weise genutzt
werden können: die darauf beschriebene Spezialfähigkeit nutzen, ein
darauf abgebildetes Raumschiff bauen oder einen Kartensatz sammeln und
gegen neue Truppen tauschen. Die Spezialfähikeiten sind mannigfaltig
und für das Gute und das Böse grundverschieden. Die Raumschiffe sollten
gebaut werden, um Truppen auf Planeten bei ihren Kämpfen zu
unterstüzen. Sie stellen einfach Würfelmodifikatoren dar.
Ziel der Republikaner ist die Vernichtung aller bösen Truppen oder die
Übernahme des Planeten, auf dem sich der Imperator aufhält. Ziel der
Separatisten ist die totale Vernichtung der Republikaner.
Bei unserer Partie waren die Separatisten hoffnungslos unterlegen, was
entwerder auf das Würfelpech meiner Freundin zurückzuführen ist oder
auf die stärke der von mir gespielten Spezialfähigkeiten. Das wohl
interessanteste Element im Spiel ist die Order 66, die von den
Separatisten jede Runde ausgerufen werden kann, allerdings nur einmal
im Spiel. Diese Fähigkeit ermöglichte meiner Freundin auch noch einmal
ein letztes Aufbäumen vor dem völligen Untergang. Ha Ha.
Immer wenn die Separatisten am Zug sind, bewegt sich die Darth Sidius
Figur auf der Order 66 Leiste einen Schritt weiter. Auf dieser Leiste
sammeln sich immer mehr Zahlen von 2-8, was bedeutetet, dass je weiter
die Figur des Imperators fortschreitet, desto größer seine Chance wird,
bei Ausruf der Order 66 einen Erfolg verbuchen zu können. Dann
geschieht nämlich folgendes: für alle Planeten, die von der Republik
besetzt sind, wird ein 8seitiger Würfel geworfen. Für jede
Übereinstimmung der Zahl mir der aktuellen Position des Imperators auf
der Leiste wenden sich die belagernden Truppen dem Bösen zu. Der Planet
ist von den Separatisten übernommen. Der Imperator wird dann auf das
eigentlich Schlachtfeld gestellt und nun konzentrieren sich die
übriggebliebenen Truppen der Republik natürlich ganz auf diesen
Planeten, denn dessen Übernahme bringt den Sieg. Trotz der neuen
Truppenschar, die meine Freundin dank der Order 66 erhalten hat, konnte
eine klasse Karte von meiner Seite dem Leiden ein schnelles Ende
bescheren. Ich konnte damit nämlich irgendeinen Planeten attackieren,
ohne diesem benachbart sein zu müssen. Das war natürlich der
Unterschlupf des Imperators, der sich trotz seiner 8-seitigen
Würfelverteidigung mit nur einer Truppeneinheit nicht lange wehren
konnte.
Das Spiel hat durchaus Spaß gemacht, auch meiner Freundin, die zwar
Risiko nicht leiden kann, dafür aber STAR WARS gut findet. Ich selbst
bin auch kein allzu großer Fan vom Standard Risiko, war aber für eine
Stunde gut unterhalten. Risiko STAR WARS erreicht natürlich nicht die
Komplexität von RISK 2210 A.D., ist aber dennoch um einiges
variantenreicher als das Original. Das Thema passt ausgesprochen gut
zum Spiel und die Optik und das Design tragen sehr zur Spielatmosphäre
bei. Wer sich auf EPISODE III freut und den Kinostart kaum erwarten
kann, wird sich mit dieser Klonkrieg Edition das Warten gut versüßen
können.

Mein Urteil: Risiko STAR WARS macht Spaß und bringt neues ins RISIKO
Universum (kooperatives Spiel!!), der Preis ist mit ca. 50
Euro aber doch sehr hoch angesetzt. STAR WARS Fans können getrost
zuschlagen, Risiko Freunde kaufen sich doch besser RISK 2210 A.D., weil
da für den Preis mehr geboten wird.
Risiko Star Wars Edition, 2-6 Spieler ab 10 Jahren, Parker/Hasbro (2005), Preis ca. 50.00 €.
Ralph Obkircher, 25.04.05
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