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Bei diesem Spiel geht es darum, maximal 7 von 8 möglichen Weltwundern zu
bauen, alleine oder mit Hilfe der Mitspieler. Für die Mehrheit bei den
Bauhütten auf den einzelnen Bauplätzen gibt es ebenso Punkte wie für
das Sammeln von gleichartigen Bauscheiben.
Dazu erhält jeder Spieler zu Beginn 4 Bau- und eine Angebotskarte die
er sowohl zum Bauen als auch zum Bieten benötigt. Der aktive Spieler
sucht sich zunächst einen beliebigen Bauplatz (Weltwunder) aus, um dort
eine von insgesamt drei Baustufen durchzuführen. Diese Baustufen sind
durch so genannte Bauscheiben gekennzeichnet, die eins von vier
verschiedenen Motiven zeigen, die auch auf den Baukarten abgebildet
sind. Zusätzlich ist auf dieser Scheibe auch eine Zahl angegeben, die
anzeigt, wie viele Baukarten dieses Motivs benötigt werden, um diese
Baustufe zu vollenden.
Nun haben alle anderen Spieler die Möglichkeit, dem aktiven Spieler
Angebote in Form von verdeckt zu legenden Bau- und Angebotskarten zu
machen. Alle drehen ihr Angebot gleichzeitig um und müssen nun all die
Karten aus dem Angebot entfernen, die nicht das richtige Symbol haben
(aus Bluff-Gründen werden manchmal auch falsche Karten verdeckt
hingelegt!). Nun darf sich der aktive Spieler aus den Angeboten eines
aussuchen. Wenn er z.B. eine Baustufe errichten möchte, in der 6 Kamele
gefordert werden und er selbst nur 4 Kamele auf der Hand hat, ist er
auf ein Angebot mit mindestens 2 Kamelen angewiesen. Für jede
Kamelkarte in einem angenommenen Angebot, darf der Anbieter eine seiner
Bauhütten auf den Bauplatz stellen. In unserem Beispiel würde z.B. der
aktive Spieler ein Angebot von Spieler C mit 3 Kamelen annehmen und
somit dürfte Spieler C drei Bauhütten platzieren und der aktive Spieler
ebenfalls (insgesamt 6). Zusätzlich bekommt der aktive Spieler auch die
Bauscheibe, die er für die Schlusswertung sammelt.
Allerdings können die Angebote der Spieler auch die Angebotskarte
enthalten, von der ja jeder Spieler eine besitzt. Wenn der aktive
Spieler ein Angebot annimmt, das eine solche Karte enthält, darf er die
kompletten Bauplätze dieser Stufe (in unserem Beispiel 6) mit seinen
Hütten belegen. Der Spieler, dessen Angebot er angenommen hat, bekommt
dafür aber die Bauscheibe. Der aktive Spieler kann aber auch komplett
alle Angebote ausschlagen und die Baustufe alleine errichten, was ihn
dann natürlich sehr viele Karten kostet. Bekommt er nicht genügend
zusammen, kann es auch sein, dass die Stufe gar nicht gebaut wird.
Alle Spieler, deren reguläre Angebote nicht angenommen worden sind,
erhalten für jede Baukarte aus dem Angebot einen Siegpunkt und nehmen
die Karten zurück auf die Hand. Die zum Bau verwendeten Karten werden
abgeworfen, Angebotskarten jedoch wandern immer zurück auf die Hand.
Abschließend erhalten alle Spieler eine neue Baukarte vom Nachzugstapel
und der nächste Spieler ist an der Reihe sich einen Bauplatz
auszusuchen.
Darauf kann er aber auch verzichten und zieht stattdessen eine neue
Baukarte vom Stapel. Danach bekommt er dann auch wieder wie alle
anderen eine weitere Karte.
Zu einer von 7 Wertungen kommt es immer dann, wenn die dritte und damit
letzte Baustufe eines Weltwunders erstellt wird. Dann findet im
Anschluss nämlich sofort eine Wertung statt. Die meisten und die zweitmeisten Bauhütten bestimmen, wer die volle und wer die halbe Punktzahl dieser Wertung erhält. Die Höhe der Punktzahl nimmt dabei mit jeder Wertung zu. Die 3 Punkte, die darüber hinaus vergeben werden, erhält jedoch jeder Spieler, der mit mindestens einer Bauhütte vertreten ist.
Zusätzlich bekommt derjenige Spieler, der diese Wertung ausgelöst hat
(der in diesem Moment aktive Spieler), als Belohnung eine Sonderkarte
die noch mal diverse Vorteile bringt.
Das Spiel endet jedoch sofort, sobald die letzte Bauscheibe einer Sorte
in den Besitz eines Spielers gegangen ist. Nun bekommt man noch Punkte
für die gesammelten Bauscheiben, aber nur wenn man mindestens 2 von
einer Sorte hat. Umso mehr von einer Sorte, je höher die Punktzahl.
Dazu werden die noch nicht fertigen Bauplätze abgerechnet. Wer nun die meisten Punkte aufweisen
kann, hat das Spiel gewonnen.
Fazit:
Nach nur einer Partie wage ich natürlich noch keine fundierte
Bewertung des Spiels. Neben dem wirklich wieder schönen
Spielmaterial fand ich vor allem den Bietmechanismus sehr reizvoll.
Obwohl ich kein grosser Fan von Mehrheiten-Spielen bin, hat es mir
zumindest so gut gefallen, dass ich gerne noch mal ein weitere Partie
spielen werde. Ob die grossen Holzsteine zum Anzeigen der
Spielerreihenfolge wirklich sinnvoll sind, wage ich zwar zu
bezweifeln, aber wirklich stören tun sie auch nicht. Auch die angenehme
Spieldauer von ca. 45 Minuten (mit 4 Spielern) sorgt sicher dafür, dass
dieses Spiel noch öfter auf den Tisch kommt. Und danach werde ich mir
wohl auch endgültiges Urteil erlauben können
So, ich hoffe ich habe keine wichtigen Details vergessen und wünsche allen viel Spaß beim Testen dieses Spiels!
Michael "Suko" Schlepphorst, 30.03.05
Der Turmbau zu Babel von Reiner Knizia, 3-5 Spieler ab 12 Jahren, Spieldauer ca. 90 Minuten, Hans im Glück (2005), Preis ca. 29.95 €.
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