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PEEP ("Persönliches «Erster Eindruck» Posting" aus dem spielbox-Forum)

Zeitalter der Entdeckungen


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ProduktfotoBeim Zeitalter der Entdeckungen geht es darum, Schiffe zu kaufen und sich mit diesen an Entdeckungsreisen zu beteiligen. Es liegen unterschiedliche Entdeckungsreisen mit unterschiedlichen Anforderungen aus. Da das Kaufen und Einsetzen von Schiffen Geld erfordert, gibt es zwei Möglichkeiten, an Geld zu kommen: Entweder man nimmt es sich einfach (dann aber nur magere 2 Geld), oder man lässt seine Schiffe vor der Entdeckungsreise erst noch Handelsaufträge ausführen.

Die Handelsaufträge muss man sich kaufen (bis auf ein paar, die man zu Spielbeginn auf die Hand bekommt) und dazu passende Schiffe mit genau passender Summe an Ladekapazität für den Handelsauftrag einsetzen. Je nach dem, wie eilig man es hat, kann man das schnelle Geld nach nur einer Runde machen oder man wartet zwei oder drei Runden auf das Geld aus dem Handelsauftrag und bekommt entsprechend mehr. Wenn der Handelsauftrag nach ein bis drei Runden fertig ist, kann man seine dafür eingesetzen Schiffe wieder neu einsetzen.

Hat man sich jedoch dafür entschieden, ein Schiff zu einer der Entdeckungsreisen zu legen, bleibt das Schiff bis zum Spielende dort liegen. Dabei muss man zwischen Spielerfarbe und Schiffsfarbe unterscheiden: Auf einer Entdeckungsreise sind nur Schiffe einer Schiffsfarbe erwünscht, wer sein Schiff auf eine noch freie Entdeckungsreise legt, bestimmt damit die erwünschte Schiffsfarbe. Damit man weiss, zu welchem Spieler das Schiff gehört, legt man einen Marker der entsprechenden Spielerfarbe auf das Schiff. Durch Abgabe von Sonderkarten darf man zweimal im Spiel auch Schiffe mit einer anderen Farbe dazulegen.

Jedes Schiff hat eine bestimmte Ladekapazität (1 bis 3), deren Summe darf die für eine Entdeckungsreise maximal mögliche Ladungszahl (je nach Entdeckungsreise zwischen 3 und 8) nicht übersteigen, sonst darf man sein Schiff nicht zu dieser Entdeckungsreise dazulegen. Neue Schiffe kann man aus einer zweireihigen Auslage nachkaufen, wobei nur die erste Reihe zur Verfügung steht und die Schiffe der zweiten Reihe nachrücken, wenn ein Schiff verkauft wurde.

Es gibt zwei Wertungen, die beide durch das Nachlegen neuer Schiffe in die Auslage gesteuert werden. In den dritten und fünften Nachziehstapel (es gibt derer 5) für neue Schiffe ist zu Spielbeginn jeweils eine Sanduhr untergemischt worden. Wird sie aufgedeckt, dann darf jeder Spieler noch einen kompletten Spielzug durchführen, bevor es Punkte gibt.

Punkte gibt es zum einen für die Beteiligung an den Entdeckungsreisen. Für jedes Schiff (unabhängig von der Ladekapazität des Schiffes), mit dem man sich beteiligt hat, bekommt man abhängig davon, ob es die für die Entdeckungsreise bevorzugte Farbe (nicht Spielerfarbe, sondern Schifffarbe!) besitzt oder nicht, mehr oder weniger Punkte. Zum anderen bekommt man abhängig von der Anzahl der Handelsaufträge, die man im Laufe des Spiels fertig gestellt hat, mehr oder weniger Punkte für eine zu Spielbeginn zugeloste "Aufgabe". Es gibt leichtere und schwerere Aufgaben, alle beziehen sich auf die Beteiligung an Entdeckungsreisen. Bei der leichtesten Aufgabe zählt nur die Anzahl der Entdeckungsreisen, an denen man selber ein Schiff beisteuert; bei der schwersten muss man an jeder Entdeckungsreise, die nochmal extra Punkte bringen soll, schon die relative Mehrheit haben. Dafür bekommt man bei der schwereren Aufgabe auch mehr Extrapunkte pro Entdeckungsreise, bei der man die Aufgabe erfüllt.

Ich habe jetzt noch einige Details vergessen, z.B. dass neben der Spielerfarbe und der Schiffsfarbe auch noch die Farbe der Entdeckungsreisen eine Rolle bei der Wertung spielt, oder dass jeder Spieler zu Spielbeginn ein Jokerschiff mit zwei Farben und einer variablen Ladekapazität (1 bis 3 frei wählbar) hat. Aber ich will es mal damit bewenden lassen (für weitere Details könnt Ihr Euch ja die Spielregel selbst durchlesen) und komme zu der Frage: Wie spielt es sich denn nun?

Spielmaterial

Zunächst mal stellt man fest, dass das Geld immer knapp ist, und will möglichst schnell Handelsaufträge erwerben und durchführen. Doch dazu muss man erstmal Handelsaufträge kaufen, die zu den eigenen Schiffen passen (Schiffsfarbe und Kapazität) und dann noch drei Runden Geduld haben, um möglichst viel Geld durch den Handelsauftrag zu bekommen, denn Geld ist in diesem Spiel sehr knapp (bei mir zumindest). Andererseits will man sich die Plätze in den Entdeckungsreisen natürlich auch sichern (der erste bestimmt die gewünschte Schiffsfarbe), nur sind die Schiffe dann nicht mehr für Handelsaufträge zu haben. Zwar gibt es vier verschiedene Aktionen (2 Geld nehmen, Handelsaufträge kaufen, Schiffe kaufen, Schiffe einsetzen), man darf aber immer nur zwei davon ausführen. Und für fast alles braucht man Geld, so dass man zu Anfang eher auf Handelsaufträge setzen wird, später aber auch vermehrt die Schiffe auf Enteckungsreisen schicken möche. Kommt man nämlich zu spät zu den Entdeckungsreisen, sind viele davon schon zu und man hat das Nachsehen.

Ich habe Zeitalter der Entdeckungen zwei Mal gespielt, und beide Male war es sehr kurzweilig (etwa eine Stunde), man wollte immer mehr machen, als man durfte oder das Geld einem erlaubte. Interessant finde ich auch den Mechanismus, der die Wertung auslöst: Zu Spielbeginn, ist jeder Spieler bestrebt, für sich passende Schiffe zu kaufen. Danach konzentriert man sich erstmal auf andere Dinge. Merkt man aber, dass eine Wertung kurz bevorsteht, deckt man sich nochmal mit Schiffen ein und beschleunigt damit natürlich nochmal das Eintreten der Wertung.

Und durch die zu Spielbeginn zugelosten unterschiedlichen Spezialaufgaben hat jeder Spieler andere Interessen, wie er sich an den Entdeckungsreisen beteiligt. Die unterschiedlich schweren Spezialaufgaben wurden dabei nicht als ungerecht empfunden, da ja auch die Punkte dafür entsprechend unterschiedlich waren. Eher schon kann es ärgerlich sein, wenn die zu Spielbeginn ausliegenden Handelsaufträge so gar nicht zu den Schiffen eines Spielers passen und man dadurch etwas länger warten muss, bis man sein erstes Geld durch Handelsaufträge verdienen kann. Alles im allen jedoch hat mir Zeitalter der Entdeckungen sehr gut gefallen. Ob es auch längerfristig einen Wiederspielreiz hat, kann ich nach nur zwei Spielrunden nur schwer sagen; es wird aber sicher bald auch in meinem Spielregal stehen und bei einem der nächsten Spieleabende wieder mit dabei sein.

Zeitalter der Entdeckungen von Alfred Viktor Schulz, 2-4 Spieler, Spieldauer ca. 45 Minuten, Phalanx Games (2007)

Thomas Rosanski, 06.04.07
Fotos: Pro Ludo (2)

Diese Rezension wurde als "Erster Eindruck" zum Spiel in unserem .Spielerforum gepostet. Dort finden Sie weitere, gelegentlich auch kontroverse Meinungen.

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Weitere Infos über "Zeitalter der Entdeckungen":
despielbox.de deLuding enBoardgameGeek
deSpielefindex deGoogle
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Letzte Änderung: 16.04.2008 15:41 
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