Presseinformation
Chinatown, Mitte der 30er Jahre: In dem berühmten chinesischen Viertel in New York schießen Büros, Geschäfte und Restaurants wie Pilze aus dem Boden. Zwischen drei und fünf Spieler schlüpfen in die Rolle von Geschäftsleuten. Sie bestimmen das Geschehen in Chinatown und haben nur ein Ziel: In sechs Spielrunden das meiste Geld einzustreichen. Zu Beginn jeder Runde werden zunächst einige Gebäude und Geschäfte verteilt. Anschließend handeln die Spieler um diese Objekte. Hier stehen zwar die eigenen Interessen im Vordergrund, doch dürfen die der anderen Spieler nie außer Acht gelassen werden, denn: Eine Hand wäscht die andere.
Der Spielplan zeigt im Schachbrettmuster einige bekannte Straßenblocks von Chinatown wie Bowery, Lafayette und Canal Street. Die insgesamt 85 Gebäudeplätze auf dem Spielfeld sind bei Spielbeginn noch leer. Das ändert sich schnell, wenn in der ersten Phase jeder Spieler einige Gebäude zugeteilt bekommt und sie mit Chips auf dem Spielplan als seinen Besitz markiert. In der zweiten Phase deckt jeder eine bestimmte Anzahl an Geschäftskärtchen offen vor sich auf "Peng's fine Fireworks","Mao Tse Tang's Seafood" und"Ming's Antiques" sind nur drei von insgesamt zwölf verschiedenen Geschäften, die in Chinatown geführt werden können.
Die Gebäude und Geschäfte sind verteilt. Jetzt kommt es zur interessantesten und wichtigsten Phase in Chinatown - das Handeln. Dabei gelten nur wenige Regeln: Ob Geschäft gegen Geld, Gebäude gegen Geschäft oder Geld gegen Gebäude jeder darf mit jedem und allem handeln. Hauptsache, man wird sich einig. Denn statt purer Konkurrenz gilt hier: miteinander statt gegeneinander. Das ist vor allem dann wichtig, wenn im Verlauf des Spiels der Besitz eines bestimmten Gebäude oder Geschäftes mehr Bedeutung erlangt. Denn davon hängt im wesentlichen die Höhe der späteren Einnahme ab. Hier sind Einkommensunterschiede von bis zu 75% möglich! Klar, daß ein Spieler sein gesamtes Verhandlungsgeschick einsetzt, um so ein gewinnbringendes Geschäft oder Gebäude von seinen Konkurrenten zu ergattern.
Jeder Geschäftstyp kann - so sieht es die Bauvorschrift in Chinatown vor - nur bis zu einer bestimmten Anzahl an Geschäften erweitert werden. Die Apotheke beispielsweise umfaßt maximal drei Einzelgeschäfte. Das Radiogeschäft oder die Uhrmacherei hingegen können bis zu insgesamt sechs Läden ausgebaut werden. Schafft es ein tüchtiger Geschäftsmann oder eine findige Geschäftsfrau, ein Geschäft bis zu seiner maximalen Größe auszubauen, dann gibt es richtig viel Geld. Aber auch für unfertige Geschäfte fließen schon einige Dollars aus der Bank. Hier ist der clevere Geschäftsstratege gefragt: Lieber auf viele kleine Geschäfte setzen, die schnell ausgebaut sind und von Beginn an gutes Geld abwerfen? Oder soll man auf die wirklich dicken Einnahmen spekulieren und versuchen, wenige große Geschäfte Stück für Stück zu erhandeln?
Wenn niemand mehr handeln will, plazieren alle Geschäftsleute ihre Geschäfte auf dem Spielplan. Und dann gibt es Geld! Entsprechend den Eigentumsverhältnissen auf dem Spielbrett, zieht jeder Spieler seine Einnahmen von der Bank ein. Nach sechs Runden ist das Spiel zu Ende. Sieger ist, wer das meiste Geld hat.
Chinatown von alea, der neuen Marke für anspruchsvolle Spieler aus dem Hause Ravensburger ist ein sehr lebhaftes und kommunikatives Spiel: Hier wird ohne Unterlaß gehandelt und getauscht, gefeilscht und gemauschelt. Ruhepausen gibt es kaum. "Es handelt sich um ein sowohl in Anspruch als auch Spielweise einfaches Verhandlungsspiel, das sicher nur den Einstieg in die Welt der komplexeren Spiele darstellt", so Stefan Brück, Produktmanager von alea. Deswegen liegt es auf der "alea-Skala", einer ansteigenden Einteilung, die das Anspruchsniveau der einzelnen Spiele dieser Marke verdeutlicht, auf Stufe 2 von 10.
Chinatown von Karsten Hartwig, 3-5 Spieler ab 12 Jahre, Spieldauer ca. 90 Minuten, Ravensburger (1999), Preis ca. 50 DM.
Cordula Schnieber, Andrea Keidel