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Die sieben Weisen

Der Weisheit letzter Schluss

CoverMagier, Druiden und andere angesehene Personen der Zauberwelt treten im Strategiespiel "Die sieben Weisen" in einen spannenden Wettstreit, bei dem es aber stets mit rechten Dingen zu geht. Entscheidend für den Spielverlauf ist in erster Linie, die richtigen Karten auf der Hand zu haben und Geschick bei der Wahl seiner Rolle und seiner Bündnispartner zu beweisen. Doch wer eben noch Seite an Seite um die funkelnden Kristalle gekämpft hat, steht sich womöglich in der nächsten Runde als Gegner gegenüber.

Das alea-Spiel von Autor Reiner Stockhausen lebt wie der Klassiker Doppelkopf von den Reibungen, die sich durch die ständig wechselnden Koalitionen ergeben, eignet sich aber nicht nur für Vierer-, sondern auch für Dreier- oder Fünfer-Spielrunden.

Zu Beginn des Spiels "versammeln" sich die Spieler auf einem der elf Zeremonienplätze. Jeder Platz steht für eine Spielrunde und gibt die Hierarchie der Rollen an, die am Ende der Runde darüber entscheidet, wer welchen Kristall bekommt.Spielmaterial Bei der Wahl einer Rolle - wie Druide, Hexe oder Magier - berücksichtigen die Spieler diese Hierarchie ebenso wie ihre Handkarten: ein Spieler darf nämlich in der Rolle des Magiers nur Magierkarten ausspielen. Anschließend versuchen die Spieler in offenen oder heimlichen Verhandlungen ihren oder ihre Bündnispartner zu gewinnen. Stehen die Bündnisse fest, dürfen die Partner untereinander noch Karten tauschen.

Der erste Machtkampf beginnt: Reihum legen die Spieler - entsprechend der gewählten Rolle - immer wieder einzelne Karten aus. Ziel dabei ist es, am Ende des Wettstreits eine höhere Punktesumme als das gegnerische Bündnis vorzuweisen. Denn nur dann gibt's zur Belohnung siegbringende Kristalle. Neben den Punkte bringenden Machtkarten können die Spieler aber auch ereignisreiche Zauberkarten ausspielen. Diese bringen überraschende Wendungen und Abwechslung ins Spiel. So erlaubt die Karte mit dem Zauberspruch "potentia!" einem Spieler, drei weitere Machtkarten aufzunehmen. Mit "moventi!" kann er zwei Kristalle miteinander tauschen und mit "mutantus!" sogar die eigene Rolle mit der eines Verbündeten.

Sobald ein Spieler den Finitum-Platz aufdeckt, geht es dem Ende des Spiels entgegen. Nach dem letzten Machtkampf vergleichen die Spieler ihre Handkarten, denn manch einer bekommt für sie weitere Kristalle. Der Spieler, der am Schluss die wertvollsten Kristalle vorweisen kann, ist Sieger und lässt sich bestimmt von keinem mehr etwas weismachen.

Die sieben Weisen von Reiner Stockhausen, Grafik: Felix Scheinberger, 3-5 Spieler ab 12 Jahren, Spieldauer ca. 60-90 Minuten, Alea (2002), Preis ca. 15 €

Silke Harmsen

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