Spielbeschreibung auf Basis der Kosmos-Presseinformation
Die Siedler von Nürnberg erscheinen gerade rechtzeitig zur großen 950-Jahr-Feier der Stadt Nürnberg. Das Spiel ist keine Nürnberger Adaption des Siedler-Spiels. Inspiriert durch das Nürnberger Stadtjubiläum hat Klaus Teuber eine neue, ebenso reizvolle wie ungewöhnliche Art, Siedler zu spielen, geschaffen.
Wo liegen die Unterschiede zum "normalen" Siedler-Spiel?
Die Siedler von Nürnberg wird auf zwei Spielplänen gleichzeitig gespielt. In der rechten Hälfte des mehr als 80 cm breiten Spielplanes sehen wir das vertraute Bild der Siedler-Sechseckfelder mit den fünf verschiedenen Landschaftstypen (Wald, Getreidefelder, Schafweiden, Lehmgebiete und Erzberge). Auf einem dieser Felder liegt die alte Freie Reichsstadt Nürnberg. Von hier aus führen Handelsstraßen nach Frankfurt, Prag und Venedig. An diesen schon vorhandenen Handelstraßen werden nun wie gewohnt Siedlungen errichtet; der übliche Siedler-Straßenbau entfällt damit, dafür setzt man die gewohnten Siedler-Straßenhölzchen als Zeichen dafür ein, daß man sich um den Schutz dieser großen Handelsstraßen verdient macht. Das zeitigt im Laufe des Spiels Vorteile.


Dies alles bringt zwar schon neue Elemente ins Spiel, ist aber noch lange nicht das eigentliche innovative Spielmoment. Bislang war es beim Siedler-Spiel üblich, siegpunktträchtige Siedlungen und Städte an Rohstoffeldern zu errichten, dadurch Rohstoffe zu gewinnen, mit denen wiederum neue siegpunktträchtige Siedlungen und Städte gebaut wurden -solange, bis ein Spieler als erster die erforderliche Anzahl von Siegpunkten erreicht hatte. Zum Teil ist es auch bei Die Siedler von Nürnberg noch so. Nur reichen diese klassischen Siedlerwege zum Erfolg hier nicht mehr aus.
Und damit kommen wir zur anderen Hälfte des Spielplans: Hier sehen wir die alte Reichsstadt Nürnberg in den Stadtmauern des 15. Jahrhunderts. Handwerkshäuser müssen gebaut werden. In diesen Handwerkshäusern können die Rohstoffe, die die Siedlungen im Nürnberger Umland erzeugen, zu hochwertigen Produkten (z.B. Papier oder Rüstungen) verarbeitet werden. Die wertvollen Erzeugnisse Nürnberger Handwerkskunst werden dann gewinnbringend in jenen Städten verkauft, zu denen die Handelsstraßen des rechten Spielplanes hinführen. Für den Verkauf sackt man Gold ein, und dieses Gold wiederum verwenden die Nürnberger Siedler für den Bau von wehrhaften Türmen und Stadtmauern rund um die Nürnberger Altstadt. Dieses Bauen bringt letztlich die entscheidenden Siegpunkte.

Die Idee zu diesem Spiel geht auf eine Initiative der NürnbergMesse zurück, die damit ihren Beitrag zur 950-Jahr-Feier der Stadt Nürnberg leistet. Der Vertrieb erfolgt exklusiv in Nürnbergs Geschäften und alle nur möglichen Outlets (Buchhandlungen, Tourist-Büros, Kaufhäuser etc.). Außerhalb Nürnbergs wird das Spiel ausschließlich und exklusiv über VEDES-Fachgeschäfte angeboten. Bestellt werden kann auch im Internet auf der sehr attraktiven Seite www.siedler.nuernbergmesse.de. Das Spiel kostet DM 59,95 (bei Vorkasse versandkostenfrei).
Nicht vergessen sei, daß der Reingewinn dem "Siedler-Fonds 2000" zufließt und einem gemeinnützigen Zweck in Nürnberg zugute kommen wird.
Im Juli des Jahres 2000 wird eine großen Deutschen Meisterschaft mit Die Siedler von Nürnberg ausgetragen. 950 Teilnehmer werden in Nürnberg um den Ehrentitel "Meistersiedler von Nürnberg" kämpfen. Parallel dazu findet auch das Finale der allgemeinen "Deutschen Siedler-Meisterschaft 2000" diesmal in Nürnberg statt.
Die Siedler von Nürnberg von Klaus Teuber, 3 und 4 Spieler ab 10 Jahren, Spieldauer: 90+ Minuten, Kosmos (1999), Preis 59,95 DM.
Fritz Gruber