Presseinformation
Für seine Idee, zwei mächtige Raben auf einen
Flug über die Berge und Täler der nördlichen
Sagenwelt zu schicken, wählte der Berliner Spieleautor
Thorsten Gimmler das reizvolle Spielprinzip der
Aneinanderreihung unterschiedlicher Landschaftsformen, die
nur mit geeigneten, spezifischen Fähigkeiten und Mitteln
überwunden werden können. Göttervater Odin
schickt allmorgentlich seine Raben Hugin und Mugin in die
nordische Luft hinaus, damit sie die Welt erkunden und ein
Auge auf die dort lebenden Menschlein haben. Es handelt sich
bei Odins Raben also um mythologische Vorläufer der
heutigen Satellitenüberwachung.
Zum Spiel gehören vierzig hochformatige Landschaftskarten, die in der Mitte geteilt sind. Auf den so entstehenden zwei Bildquadraten sind in der Regel unterschiedliche Landschaftsformen zu sehen. - Zu Beginn des Spieles werden zwischen den beiden Spielern neun dieser Landschaftskarten mit ihren Längsseiten aneinander gelegt. Dabei entsteht auf jeder Spielerseite eine individuell ausgeprägte Landschaftsstrecke, über die der eigene Rabe nun seine Flugbahnen ziehen muss. - Im Reisegepäck der beiden Vielflieger Hugin und Mugin (Bonusmeilen müssen bei Odin abgeliefert werden) befinden sich je 25 Flug- und 8 Odinkarten. - Diese werden miteinander vermischt und bilden einen verdeckten Stapel, von dem sich zunächst jeder Spieler fünf Handkarten zieht.
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Der Zugspieler kann bis zu drei seiner Handkarten ausspielen. Zusätzlich darf er auch noch bis zu drei Karten von einem verdeckten Zusatzstapel spielen. Diesen Zusatzstapel (nicht zu verwechseln mit dem von Anfang an vorhandenen verdeckten Nachziehstapel) baut sich jeder Spieler erst im Lauf einer Flugetappe selbst auf. Fliegen, jeder Rabe weiß das, ist eigentlich ganz einfach. Wenn man direkt vor sich ein Gebirge hat, dann spielt man einfach eine Flugkarte aus, auf der ein Gebirge abgebildet ist und setzt sich auf das Landschaftsfeld "Gebirge". Bestünde auch die nächste und übernächste Landschaft aus Gebirge, würde der Rabe ein deutlich größeren Sprung nach vorn machen, nämlich über alle direkt aneinander grenzenden Gebirgslandschaften hinweg.
Die große Flugkunst von Odins Raben besteht nun darin, die eine oder andere Handkarte auf den bereits erwähnten "Zusatzstapel" zu legen. Wichtig ist es, darauf zu achten, in welcher Reihenfolge man seine Flugkarten in diesem Zusatzstapel deponiert. Die drei Karten, die man in seinem Zug zusätzlich noch von diesem Zusatzstapel nehmen kann, müssen nämlich von oben her der Reihe nach eingesetzt werden.
Eine Etappe ist beendet, sobald ein Spieler mit seinem Raben das letzte Feld der Flugstrecke erreicht hat. Der Gewinner schreibt sich den Abstand zum anderen, langsameren Raben als Pluspunkte gut. Wer als erster 12 Pluspunkte erreicht, hat gewonnen. - Es versteht sich, dass Odins Raben bei ihren Wettflügen mit jeder Menge Unwägbarkeiten zu rechnen haben. Durch Ausspielen von Odinkarten können Flugwege blockiert und Landschaften vertauscht werden. Außerdem kann jeder Spieler am Ende seines Zuges entscheiden, ob er die Flugstrecke um eine weitere Landschaftskarte verlängern möchte. - Zusätzliche Punkte kann derjenige erhalten, der zwischendurch Flugkarten opfert, um auch Odins "Magischen Weg" nicht aus den Augen zu verlieren.
Odins Raben von Thorsten Gimmler, 2 Spieler ab 10 Jahren, Spieldauer 30-40 Minuten, Kosmos (2002), Preis ca. 12,95 €.
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Fritz Gruber