Nürnberg 2000

Messe-Vorschau

Welche neuen Spiele gibt's in Nürnberg zu sehen? Welches sind die neuen Trends: quadratische Spieleschachteln, Kartenspielversionen bekannter Brettspiele, ein Knizia-Spiel für jeden Verlag, ein neuer Kramer-Ulrich oder Kramer-Kiesling?

In den Wochen bis zur Messe (sie beginnt am 3. Februar) haben wir auf diesen Seiten alle Nachrichten (und Gerüchte) für Sie zusammengetragen, die uns erreicht haben. Die neuesten (und aktualisierte) Meldungen finden Sie immer an oberster Stelle, die Verlagsliste dagegen ist alphabetisch sortiert. Die Messe-Vorschau haben wir am 31. Januar abgeschlossen. Alles, was es nun noch zu berichten gibt, finden Sie nach der Messe in unserer Messe-Rückschau.

Abacus
alea
Amigo
Berliner Spielkarten
Clementoni
FX
Goldsieber
Hans im Glück
Hasbro
Heidelberger
Holzinsel
Jumbo
Kosmos + TM
Piatnik
Queen Games
Ravensburger
Schmidt Spiele
Staupe Spiele
Winning Moves
Zoch
Schnipsel...
Tabelle aller bisher bekannten Neuheiten

Danke an Stefanie Kethers, Erwin Broens, Ronald Hoekstra, Mik Svellov, Arno Miller und alle Ungenannten für ihre Hilfe bei der Aktualisierung dieser Seiten.
Neuheiten-Infos gibt's auch bei Luding und Mik Svellov
Die Spielwarenmesse selbst bietet auf ihrer Homepage den Messekatalog online!


31.01.2000

Hasbro

Hasbro (Parker, MB) hält sich bis zuletzt mit der Bekanntgabe seiner neuen Spiele bedeckt. Die Presseagentur wurde zum Schweigen verpflichtet. Aus einer anderen Quelle sickerte immerhin durch, daß Sid Sacksons Spieleklassiker Acquire, der in diesem Jahr in den USA bei Avalon Hill neu aufgelegt wird, auch in einer deutschen Ausgabe erscheinen wird. Ein erstes Foto läßt Erinnerungen an die Luxusausgabe des Spiels bei Schmidt-Spiele wach werden.

Acquire 2000

In den USA ebenfalls neu aufgelegt wird Diplomacy, das Spiel mit dem vor rund einem Vierteljahrhundert die Spielszene im deutschsprachigen Raum ihren Anfang nahm. Ob auch dieses Spiel in einer deutschsprachigen Ausgabe erscheint, ist bisher nicht bekannt. Aber immerhin haben wir ein Foto. (Die Fotos stammen übrigens von der amerikanischen Website www.frenzy.com/~jaebear/games/AH/.)

Diplomacy

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31.01.2000

Holzinsel

Dieser kleine Spieleverlag kommt mit zwei neuen Spielen nach Nürnberg. 90 Grad ... Um die Ecke gedacht zeigt neue Denkansätze im Strategiespiel. Der Autor Gunnar Kuhlencord erhielt aufgrund dieser Schöpfung beim Spieleautorentreffen 1999 in Göttingen ein Spieleautorenstipendium.

Kardinal ist ein taktisches Bauspiel von Wolfgang Panning. Es erinnert ein wenig an die von der Holzinsel produzierte und vertriebene Kathedrale, läßt aber mehr Taktiken zu. Kardinal benötigt kein umgrenztes Spielbrett, sondern wird auf dem Tisch gespielt; die Positionen der Gebäude verändern sich immer wieder.

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31.01.2000

Zoch

Zicke Zacke Hühnerkacke wurde als "Kinderspiel des Jahres 1998" und mit dem "Deutschen Kinderspielepreis 1998" ausgezeichnet. Zur Messe stellt der Zoch-Verlag nun eine Erweiterung vor. Zicke Zacke Entenkacke enthält zwei Enten, sechs Hühner- und Entenhäufchen und zwei Federn. Damit läßt sich die Hühnerkacke nun auch mit 5 und 6 Spielern spielen.

Die übrigen Neuheiten wurden bereits in Essen gezeigt. Erwähnenswert ist aber, daß der empfohlene Verkaufspreise für Schrille Stille auf 75 DM gesenkt wurde.

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31.01.2000

Goldsieber

Kardinal und KönigMichael Schacht stellte den Prototyp seines neuen Goldsieber-Spiels Kardinal und König bereits auf den Spieltagen in Essen vor: Im 12. Jahrhunderts ringen kirchliche Orden um Macht und Einfluss. Sie erweitern ihr Einflussgebiet durch Klostergründungen über ganz Europa. Weitere Machtkonzentration erreichen sie durch Einsetzen von Fürsprechern in den Ratsversammlungen der Länder. Entscheidend ist aber letztendlich das Gespür für die richtige Mischung der Maßnahmen.
Der Spielplan unterteilt sich in die neun bedeutensten Länder dieser Zeit. Dort können die Spieler mit Hilfe von Aktionskarten Klöster gründen oder Räte einsetzen. Die Aktionskarten geben die Länder vor, in denen agiert werden kann. Hier kommt es darauf an, in jeder Runde seine Karten so gut zu organisieren, dass man möglichst viele Aktionen in den wichtigen Ländern machen kann. Die Klostergründungen bringen zum einen Einflusspunkte. Sie bestimmen aber auch die Mächtigkeit der Räte eines Landes. Hier gilt es in benachbarten Staaten stark verteten zu sein. Denn nur dann kann man mit Geheimbünden viele Punkte machen. Wer seine Klöster geschickt positioniert, kann schliesslich am Schluss noch einen Bonus dafür kassieren. Wer dann die meisten Einflusspunkte sammeln konnte, gewinnt das Spiel.
Kardinal und König ist ein Spiel für 3 bis 5 Spieler ab 12 Jahren, Spieldauer ca. 45 Minuten.

Kardinal und König Spielbrett

Die weiteren Goldsieber-Neuheiten im Telegrammstil - und ohne Gewähr dafür, daß KMW alle Einzelheiten der telefonisch erhaltenen Spielbeschreibungen im Kopf behalten hat ;-):

Von Alan R. Moon und Richard Borg (Autor von "Bluff") stammt Tschurunga (der Titel steht noch nicht endgültig fest!). Das Thema entstammt der Mythologie der Aborigines. Der Spielplan zeigt 10 Gebiete Australiens. Wer am Zug ist, muß sich für eine von mehreren möglichen Aktionen entscheiden. Beispielsweise kann er "Erzählhölzchen" in einem Gebiet ablegen oder Rituskarten ziehen. Kommt es zu einem Meeting, sollte man in einem Gebiet möglichst die meisten Hölzchen haben.

Von Reiner Knizia kommt das Kartenspiel Vampir. An 6 Orten werden Vampire gejagt. Jeder Spieler bildet vor sich offen für jeden Ort eine Ablage. Orte können von Mitspielern beraubt werden, doch müssen dann alle Karten dieses Ortes aufgenommen werden. Sobald ein Spieler 6 Orte vor sich liegen hat, endet das Spiel. Es gewinnt, wer die wenigstens Vampire besitzt.

PapperlapappFür Kinder hat Heinz Meister das Spiel Mein lieber Biber erdacht.

In der Reihe der "Just Fun"-Spiele erscheint ein weiterer Titel von Michael Schacht: Papperlapapp. Es ist - im doppelten Sinn des Wortes - ein "Wortbildspiel". Zum Spiel gehören 120 Wortkarten mit passenden Bildern. Ziel des Spiels ist, zusammengesetzte Wörter zu bilden.

Neu ist bei Goldsieber eine Serie von Sportspielen für Anhänger von Geschicklichkeitsspielen. Bei Golf Masters versuchen zwei Spieler, Golfbälle einzulochen. Bei dem aufwendigeren Tennis Masters spielen figürliche Tennisspieler mit. Sie müssen mit ihren Tennisschlägern Bälle, die mit Pfauenfiguren bestückt sind, über's Netz schlagen.

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26.01.2000

Clementoni

Der AlchimistDie Italiener waren in der Vergangenheit immer mal wieder für ein interessantes Spiel gut, gehörten in jüngster Zeit aber nicht zu den Verlagen, für die sich die Spiele-Szene interessiert. Das könnte sich in diesem Jahr mit dem neuen Spiel Der Alchimist von Wolfgang Kramer ändern.

Die Alchimie stellt die Zusammenfassung verschiedenster wissenschaftlicher, philosophischer, religiöser und technischer Erkenntnisse dar. Sie entstand im 2. - 3. Jh. im griechisch sprechenden Ägypten und entwickelte sich bis ins späte Mittelalter in ganz Europa.

Die Alchimisten befaßten sich mit der Zusammensetzung der Materie. Sie versuchten, unedle Stoffe (z.B. Blei) in edle Stoffe zu verwandeln (z.B. Gold). Sie waren auf der Suche nach dem "Stein der Weisen", einer Substanz, mit deren Hilfe diese Umwandlung gelingen sollte.

Viel wichtiger als Blei in Gold zu verwandeln, war aber für die Alchimisten das Wesen der Dinge und die Rätsel der Welt zu ergründen und die eigene, innere Umwandlung in einen wertvolleren Menschen. Die Arbeit der Alchimisten führten zu einer Fülle von Erkenntnissen und Erfindungen (z.B. Porzellan, Phosphor, Schwarzpulver).

Im Spiel geht es darum, auf den Feldern des Lebenspfades voranzukommen, um als Erster den Tempel der Erkenntnis und das Sonnenfeld zu erreichen. Um ans Ziel zu kommen, muß man den Stein der Weisen auf das günstigste Feld setzen, die Weisheits-, Phantasie-, Energie- und Humor-Karten klug einsetzen, den Vorteil der besonderen Felder nutzen und die Wüstenfelder vermeiden.

Der Alchimist

Dies alleine reicht jedoch noch nicht zum gewinnen, denn Sieger in diesem abwechslungsreichen Spiel wird der Spieler, der am Ende des Spiels die meisten Punktechips besitzt. Und diese Lebenspfadpunkte erhält man nicht nur durch das Erreichen des Tempels der Erkenntnis und des Sonnenfeldes, sondern auch unterwegs, wenn es zum Beispiel gilt bei einer Kreativrunde schnell die passenden Worte zu finden und auf Wissensfeldern die richtigen Antworten zu einer philosophischen Frage herauszusuchen.

Taktik, Kreativität, Kommunikation und Philosophie bestimmen den Spielablauf. Dementsprechend gibt es auch mehrere Siegstrategien. Der Alchimist ist übrigens eine Weiterentwicklung des Kramer-Spiels In 80 Tagen um die Erde, 1986 bei Ravensburger erschienen.

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Ohne Furcht und Adel Spielkarte26.01.2000

Hans im Glück

Der Verlag hat den Schleier um seine Neuheiten nun endgültig gelüftet. Die ausführlichen Pressetexte haben wir in unser SpieleArchiv gestellt. Darum hier nur ein kurzer Überblick:

Das "große" Hans im Glück-Spiel dieses Jahres heißt Morgenland und stammt von Richard Breese. Die Spieler machen sich auf, um im Morgenland märchenhafte Abenteuer zu erleben, die Doris Matthäus stimmungsvoll in Szene gesetzt hat.

Bereits bekannt war Ohne Furcht und Adel, der fünfte Titel der noch jungen Hans im Glück-Kartenspielreihe. Berühmte französische Fantasy-Illustratoren machen das Spiel um acht geheimnisvolle Charaktere, die sich in immer neuen Rollen die wertvollsten Bauwerke sichern wollen, zu einem Erlebnis. Unser Bild zeigt eine der Karten.

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26.01.2000Die alea-Spiele

alea

Nach dem erfolgreichen Start im vergangenen Jahr wächst die Serie der alea-Spiele in diesem Jahr auf fünf an. Zwei der Titel sind brandneu, der dritte ist ein Überlebender aus dem Programm von F.X.Schmid.

alea Nr. 3, Tadsch Mahal, wurde als Prototyp bereits in Essen auf den Spieltagen gezeigt und gespielt. Hier noch einmal die Info aus dem Essener Messebericht:

Wie schon bei RA hat auch bei Tadsch Mahal das erfahrene "Dreigestirn" Reiner Knizia (Autor), Franz Vohwinkel (Grafik) und Stefan Brück (Redaktion) zusammengearbeitet, getreu dem Motto "Never change a winning team"! Die Vorgeschichte dieses Spiels um mächtige Maharadschas und prächtige Paläste:
"Indien, zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Die knapp 200 Jahre währende Herrschaft der Groß-Moguln zerfällt zusehends. Und so nutzen die Spieler, die in die Rolle der mächtigsten Maharadschas und Stammesfürsten des Subkontinents schlüpfen, die Gunst der Stunde. Mit all ihrem strategischen Geschick erweitern sie - Provinz für Provinz, Stadt für Stadt - ihren Einflussbereich. Doch wer ist der Erfolgreichste unter ihnen? Wer errichtet die prächtigsten Paläste? Wer hat am Ende die meiste Macht im alten Indien?"

Tadsch Mahal verläuft über genau 12 Runden; in jeder Runde wird um eine andere der 12 verschiedenen Provinzen im Nordwesten des Subkontinents gerungen. Das Spiel endet in der Provinz um die Stadt Agra herum, in der das titelgebende weltberühmte Gebäude seit nun mehr über 350 Jahren in seiner vollen Pracht steht.

Tadsch Mahal

In jeder Runde versuchen die 3 bis 5 Spieler, durch überlegtes Ausspielen ihrer Spielkarten die führenden Kräfte in den einzelnen Städten der jeweiligen Provinz zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Ob es sich dabei beispielsweise um den Wesir als politischen, den Krieger als militärischen oder den Mönch als religiösen Führer handelt, Hauptsache, man übt auf diese Personen einen größeren Einfluss als irgendein Mitspieler aus. Gelingt einem dies, kann man aus der laufenden Runde aussteigen und seinen gestiegenen Machtanspruch durch das Platzieren von Palästen in den Städten anzeigen. Dabei wählen die Spieler vor allem solche Städte, die eine gute Anbindung an andere Provinzen aufweisen. Und zu guter Letzt besteht noch die Möglichkeit, durch die Einflussnahme auf die gesamte Provinz deren wirtschaftlichen Ertrag, wie beispielsweise Gewürze oder Edelsteine, für das eigene Vorankommen zu nutzen.

Für all diese Aktionen werden die Spieler mit unterschiedlich vielen Machtpunkten belohnt. Nach 12 Runden und ca. 90 spannenden Minuten ist der Wettstreit vorüber. Gewinner ist, wer dann die meisten Machtpunkte besitzt.

Auf der alea-internen Anspruchsskala von 1 bis 10 liegt Tadsch Mahal bei 5. Die Ausstattung weist neben dem gewohnten Material wie Spielplan oder -karten auch knapp 100 Paläste aus Kunststoff auf.

Tadsch Mahal von Reiner Knizia, Grafik: Franz Vohwinkel, 3-5 Spieler ab 12 Jahren, Spieldauer ca. 90 Minuten, alea (1999/2000), Preis ca. 55 DM

Die Fürsten von Florenz

Die Fürsten von Florenz ist Spiel Nr. 4 von alea. Als Autoren zeichnen wieder einmal Wolfgang Kramer und Richard Ulrich verantwortlich, für viele Spieler inzwischen ein Dream-Team (neben dem zweiten Dream-Team Kramer-Kiesling). Auf der alea-Anspruchsskala von 1 bis 10 liegen die Fürsten bei 7. Der Ravensburger Katalog sagt dazu:

"Italien, zur Blütezeit der Renaissance. Die Spieler schlüpfen in die Rolle von Oberhäuptern bekannter Adelsfamilien von Florenz. Sie versuchen ihr Ansehen zu mehren, indem sie prachtvolle Gebäude errichten, eindrucksvolle Landschaften anlegen und berühmte Künstler und Gelehrte an ihren Hof holen, damit diese dort - und nirgendwo anders - ihre großartigen Werke vollbringen." Zum Spiel gehören 3 Stanztafeln mit Münzen, Landschaften, Gebäuden, Baumeistern etc., 6 Spieltafeln, Holzfiguren und Spielkarten. Die Grafik übrigens stammt wieder von Franz Vohwinkel, wieder mal ein Meisterwerk!

Adel verpflichtet

alea Nr. 5 ist insofern eine Überraschung, als es kein neues Spiel ist. Wie schon in der neuesten Ausgabe von Erwin Glonneggers Spiele-Buch zu lesen ist, wird das frühere F.X.Schmid-Spiel "Adel verpflichtet" (von Klaus Teuber) 10 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung eine Neuauflage bei alea erfahren. Das Spiel war 1990 Spiel des Jahres.

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26.01.2000Die Kaufleute von Amsterdam

Jumbo

Höhepunkt des neuen Jumbo-Programms ist ein neues "großes" Spiel von Reiner Knizia: Die Kaufleute von Amsterdam. Es ist wieder ein typisches Knizia-Spiel: Plättchen werden gelegt, die Ressourcen sind knapp, und das Siegpunktesystem ist sehr fein ausgeklügelt. Besonderes Spielzubehör: eine "antike" Auktionsuhr, die rückwärts läuft, während die Spieler auf einen akzeptabel niedrigen Preis warten (einige Karten werden im Rahmen einer Auktion verkauft).

Die Kaufleute von Amsterdam

Für Kids von 3 bis 8 Jahren gibt's eine ganz neue Spieleserie mit Spielfiguren aus Holz und einer 3D-Kulisse. Einer der Titel aus dieser Serie: Möhrenklau von Stefanie Rohner und Christian Wolf. - Das Spiel des Wissens wurde total überarbeitet. Und vom Klassiker Stratego gibt's nun auch eine "Star Wars Edition" mit Figuren aus dem Film. - Nicht mehr im Katalog vertreten sind die Kartenspiele Ohio und Jumbo Grand Prix.

Für Puzzle-Freunde bietet Jumbo das längste Puzzle der Welt: Es ist 3,75 Meter lang - allerdings nur 10 cm breit...

Nachgeschoben hat Jumbo inzwischen eine weitere Neuheit, Big Brother. "Das TV-Spektakel von RTL II - jetzt hautnah auf dem Tisch!" Mehr ist über dieses Spiel zur umstrittenen Fernsehserie bisher nicht bekannt.

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24.01.2000

Winning Moves

Carolus MagnusCarolus Magnus heißt das neue Spiel bei Winning Moves. Die Hintergrundgeschichte: "Man schreibt das Jahr 800. Karl der Große nähert sich - kurz vor der Kaiserkrönig - dem Höhepunkt seiner Macht. Um diese weiter zu festigen, ist er ständig unterwegs und hält Hof auf den zahlreichen Königspfalzen seines Reiches. Der Kaiser erteilt den Spielern den Auftrag, die Pfalzen durch die Errichtung einer Burg weiter zu sichern und auszubauen. Um diesen Auftrag zu erfüllen, versucht jeder Spieler durch geschicktes Taktieren die Gunst und Unterstützung der fränkischen Adelsfamilien zu gewinnen und dann den Kaiser in diejenige Pfalz reisen zu lassen, in der er die besten Chancen sieht, sein Kastell zu errichten. Hat er dabei Erfolg, wird er nach und nach auch benachbarte Provinzen für sich einnehmen und vereinen und so deren Übernahme durch einen der Mitspieler immer schwieriger machen."

RiffifiWir haben Carolus Magnus inzwischen gespielt; einen ersten Eindruck finden Sie im Spielarchiv!

Die zweite Verlagsneuheit heißt Riffifi und ist ein Kartenspiel von Stefan Dorra: "Ein Spieler nach dem anderen legt seine Karten offen vor sich aus. Ist man wieder an der Reihe, darf man so viele Anteile der Beute aus der Mitte nehmen, wie der Wert der Karte ist. Aber: Zieht ein anderer Spieler vorher eine niedrigere Karte der gleichen Farbe, muß die höhere umgedreht werden und wird somit wertlos. Das erfordert vorausschauendes Planen beim Ausspielen und einen guten Überblick über die schon gespielten Karten, will man beim Teilen der Beute nicht leer ausgehen."

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24.01.2000

Amigo

Robo Rally 2Endlich kennen wir nun auch das Amigo-Neuheitenprogramm, die Presseinformation haben uns erst auf langen Umwegen erreicht. Und da diese Neuheiten-Übersicht inzwischen aus allen Nähten platzt, haben wir die ausführlichen Pressetexte in unser Spielearchiv ausgelagert. Hier deshalb nur ein kurzer Überblick, weitere Infos gibt's per Mausklick auf den Spieltitel:

Das "große" Spiel im Verlagsprogramm heißt San Francisco und ist das Debüt der Autoren Thorsten Löpmann und Andreas Wetter (die zeitgleich ein weiteres Spiel bei Queen Games veröffentlichen). Das Thema: San Francisco wird nach dem großen Erdbeben wieder aufgebaut.

Kein halbes Jahr nach der Veröffentlichung der deutschen Ausgabe von Robo Rally kommt bereits der Erweiterungssatz Robo Rally 2 auf den Markt. Damit kann nun auch mit bis zu 8 Spielern gespielt werden. Außerdem gibt's 4 weitere Spielpläne und auch die Optionskarten sind im Spiel.

In den USA boomen die Diskwars, eine völlig neue Spielidee. Jeder Spieler braucht sein eigenes Spiele-Set, für den Anfang werden 8 verschiedene angeboten.

David Parlett, der Autor von Hase und Igel, das in diesem Jahr bei Abacus neu aufgelegt wird, hat für Amigo ein Kartenspiel erdacht, der Altersangabe nach zu urteilen, ist es in erster Linie für Kinder gedacht: Alles für die Katz'. Weitere Kartenspiel-Neuheiten: Concerto Grosso von Hajo Bücken und Rage.

Die letzte Neuheit für dieses Frühjahr heißt Zack! und stammt vom "Bourbaki-Team", wer auch immer sich dahinter verbirgt. Auch dies ist ein Kartenspiel, aber in einer etwas höheren Preisklasse als die bekannte Amigo-Kartenspiel-Serie. (PS: Erik Foltin hat via Suchmaschine herausgefunden, daß Zack! vermutliche die deutsche Ausgabe von Twitch ist. Damit besteht das Barbouki-Team aus Richard Garfield, Skaff Elias, Jim Lin und Dave Pettey).

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19.01.2000

FX

FX ist die Ravensburger Marke für Erwachsenenspiele. Für das Jahr 2000 werden 2 neue Titel angekündigt: Confusion, ein Reaktionsspiel für 2-4 Spieler, und Dilemma, ein "Punktepoker, bei dem schnelle Reaktion gefragt ist". Autor letzteren Spiels ist Alex Randolph.

Confusion Dilemma
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Schmidt-Spiele

14.01.2000

Schmidt Spiele

Eschnapur CoverVon Reinhard Staupe wird zur Messe das Spiel Eschnapur – Das Geheimnis des Goldenen Tempels vorgestellt. 3-5 Forscher machen sich auf den Weg, das Geheimnis des Goldenen Tempels zu lüften. Denn das führt für einen Forscher zu Ehre und Ruhm und wer davon am meisten bekommt, gewinnt das Spiel.

Doch fallen Ehre und Ruhm nicht wie Manna vom Himmel: wer eine der Fundplatten in den geheimen Nischen öffnen kann, gewinnt für seinen Fund zwar Punkte, die auf der Wertungsleiste abgetragen werden, allerdings bekommt er die kleinere von zwei Wertungszahlen. Die größere gewinnt, wer sich per Wertungskarte am besten vorbereitet hat. Doch so ein Forscher muss zunächst die Nische finden und die nötigen Vorräte für sein Vorhaben mitbringen. Und die Forschungsmittel, die zur Verfügung gestellt werden, sind auch nicht immer üppig. Sie müssen durch vorausschauendes Verhandeln in jedem Zug (auch dem der Mitspieler) erstritten werden. Wer bei alldem gar nicht weiterkommt, kann sich auf den lachenden Tempelmönch verlassen (eine 5cm große, massive und liebevoll gestaltete Spielfigur). Er verdoppelt die Punkte des Letzten auf der Wertungsleiste und hält so das Spiel spannend, bis 13 der 15 Fundplatten zur Wertung gekommen sind.

Eschnapur Spielmaterial

Neues gibt’s zum Project GIPF:
Seltsam...Ein Spielfeld, das immer kleiner wird, und 2 Spieler, die mit denselben Kugeln spielen...Daran muss man sich erst einmal gewöhnen. Aber so ist es bei ZÈRTZ. Denn ein Zug besteht daraus, eine der 21 Kugeln auf einen Ring zu platzieren und einen freien Ring aus dem Spiel zu nehmen. ZÈRTZEs sei denn, man muss schlagen. Dann überspringt man mit einer Kugel andere Kugel(n) und darf die übersprungenen für sich behalten. Doch dazu kommt es nur, wenn der Gegner es so will. Er opfert eine Kugel, damit er selbst im nächsten Zug in eine Schlagsituation kommt. Ziel ist es, auf diese Weise 2 Kugeln jeder Sorte oder 3 weiße oder 4 graue oder 5 schwarze Kugeln zu sammeln.

ZÈRTZ ist das dritte Spiel im Project GIPF und enthält wieder 2x3 Potentiale mit einer speziellen Fähigkeit für das Spiel GIPF.

Zur Mensch ärgere Dich nicht Familie gehört die Neuheit Mensch ärgere Dich nicht – Das 3-Dreh Spiel. Eine vier drehbare Ebenen umfassende Pyramide muss mit den eigenen Pöppeln erklommen und jede Ebene einmal besetzt werden. Dass das nicht so leicht ist, kennt man vom Original, denn auch hier wird man gerne mal rausgeworfen.

Und auch bei Kniffel gibt es „Nachwuchs“. Karten Kniffel heisst das Spiel, bei dem ab sofort um Kombinationen a là Kniffel mit Karten gespielt werden kann. Zunächst legt jeder eine Karte verdeckt vor sich ab. Wer am Zug ist, zieht eine Karte nach und legt eine seiner 6 Handkarten für seine Kombination offen ab. Sobald alle Spieler 5 Karten liegen haben, wird reihum aufgedeckt und eine Kombination angesagt. Doch keine Kombination darf zweimal in einer Runde gewertet werden. So wird aus einem Kniffel am Ende ein Dreierpasch oder ein Streichergebnis. Bei Karten Kniffel hat man eben seine Karten selbst in der Hand!

Kräftig aufgestockt werden die Schmidt-Kartenspiele:

Bereits seit Dezember 1999 ist der Beinahe-Klassiker Ligretto im Programm, bei dem zu der blauen und grünen Packung zur Messe auch eine rote Packung mit weiteren 4 Farben angeboten wird. Damit ist das Spiel nun für 12 Personen spielbar und sollte auch die größte Spielrunde in hektisches Kartenablegen versetzen.

Auch die weiteren Titel vom Rosengarten Verlag werden von Schmidt vertrieben, wie Newsmaker, das schnellste Strategiespiel der Welt, und Obalistig, bei dem es um das schnelle Erkennen von gleichen Formen und Farben geht.

Außerdem steigt Schmidt mit weiteren drei Titeln dieses Jahr in den Bereich der Autoren-Kartenspiele ein.

Das KollierDas Versteigerungsspiel Das Kollier von André Frobel konnte 1999 den Hippodice-Autoren-Wettbewerb gewinnen. Die Spieler sammeln durch geschicktes Ver- und Ersteigern von einem zentralen Kartenstapel eine möglichst hochwertige Kombination verschiedenster Edelsteine, mit denen sie am Spielende zum Sieger gekrönt werden können. Dabei kann sich der Versteigerer je nach seiner finanziellen Lage aussuchen, auf welche Art und Weise die Versteigerung stattfinden soll. Für alle Hobby-Juweliere stehen außerdem bei den einzelnen Edelsteinen Hintergründe zum jeweiligen Klunker.

Böse BubenVom Kontor-Autor Michael Schacht kommt Böse Buben, ein ungewöhnliches Koboldrennen, bei dem taktische Elemente im Vordergrund stehen. Die Spieler legen reihum jeweils eine Karte ab und versuchen so, die Punktekarten der Mitspieler aus dem Rennen zu werfen, bevor die Wertung der 5 Rennpisten ausgelöst wird. Bei einer Wertung erhält der Spieler mit der höchsten Punktzahl Dukaten, mit denen er wiederum nach den einzelnen Rennen seine Kartenhand durch Zukauf wieder verstärken kann. Ausgelöst wird eine Wertung, wenn ein Spieler die vierte Karte auf einer der 5 Rennpisten auf die Strafbank schickt. Für dieses Beenden einer Runde muss allerdings eine Strafe gezahlt werden, denn nur wer im aktuellen Rennen vorne liegt, wird diese Option wählen.

Protzen„Mein Haus, mein Boot, mein Jet!“ heißt es beim Angeberspiel Protzen von J.P.K. Grunau. 6 verschiedene Arten von Luxusgütern sind in Kartenform bei den Spielern auf der Hand und wollen gegen die Mitprotzer erfolgreich eingesetzt werden. Reihum wird ein Spieler zum Protzer bestimmt. Er versucht, mit geschickter Zusammenstellung von jeweils 3 ausgespielten Karten den Mitprotzern zu trotzen. Diese können dreimal mit bestimmten Kombinationen jeweils 3 ihrer Karten den Protzer überbieten und im Spiel bleiben. Wer ausscheidet, zahlt dem jeweils anderen einen Betrag Geldes (in Euro!), was natürlich der Schlüssel zum endgültigen Spielgewinn ist.

Diese drei Kartenspiele kommen in der mittlerweile etablierten kleinen Karten-Schachtel wie auch schon die 6 Autoren-Kartenspiele der ASS aus dem Vorjahr, deren Vertrieb seit Anfang des Jahres durch Schmidt übernommen wurde. Diese 6 Kartenspiele (Komme gleich, Ohne Worte, Z, Mummy Rummy, Drahtseilakt und Schotten Totten) werden im Laufe des Jahres 2000 ebenfalls auf das Schmidt-Logo umgestellt und komplettieren die neue Kartenspiel-Range von Schmidt.

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14.01.2000

Piatnik

Time PiratesBei Piatnik wird's mit Time Pirates in diesem Jahr ein Spiel von Alan R. Moon und Aaron Weissblum geben: In ferner Zukunft lassen sich Kunstgegenstände aus der Vergangenheit gut verkaufen. Time Pirates suchen auf Ihren Zeitreisen in allen vergangenen Epochen nach den wertvollsten Stücken aller fünf Kontinente. Der Zeitwächter stellt sich ihnen entgegen. Sind die Time Pirates einen Schritt voraus? Wer bringt die wertvollsten Stücke zum Kunstbasar am Ende der Zeit?

Bereits gespielt haben wir Die Weinhändler, ein Spiel von Dominique Ehrhard mit einer Grafik von Marcel-André Casasola-Merkle. Schauplatz des Geschehens ist die Loire, auf der in früheren Zeiten einst Raddampfer fuhren, Passagiere beförderten und Weinfässer transportierten. Von Runde zu Runde werden je nach Spielerzahl zwischen 12 und 18 Karten aufgedeckt. Zeigen sie Fahrgäste oder Wein, werden diese in ihren jeweiligen Starthafen gelegt. Die anderen Karten bleiben offen liegen und werden anschließend reihum von den Spielern auf die Hand genommen. Die WeinhändlerDann rüstet jeder seinen Raddampfer aus: Ebenfalls wieder reihum spielen alle Karte für Karte aus und legen sie offen vor sich ab. Ziel ist, für die bevorstehende Etappe Kohle und Bootsmänner an Bord zu nehmen. Wer genug ausgespielt hat, fährt los. Frühes Abfahren ist aber nicht unbedingt von Vorteil, denn die anderen Spieler können sich inzwischen noch weiter mit Personal ausrüsten. PassagierkarteDie Bootsleute werden nämlich gebraucht, wenn zwei Spieler denselben Anlegeplatz anpeilen, um lukrative Passagiere aufzunehmen. Da jeder Hafen nur Platz für einen Raddampfer hat, entscheidet die stärkere Mannschaft, wer anlegen darf. Andererseits kann man aber auch nicht jede Menge Karten ausspielen, um einen größeren Aktionsradius zu haben. Für die Fahrt muß nämlich die gesamte Kohle an Bord verfeuert werden, wer zu viel ausspielt, fährt weiter als er wollte. Beim Abladen von Passagieren und Weinfässern werden Fahrt- und Frachtkosten eingenommen, deren Höhe am Ende über den Sieg entscheidet.

Was wäre wenn...?Was wäre wenn...? fällt in die Kategorie Partyspiele: Stellen Sie sich vor, KMW wäre ein Insekt. Welches wäre er? Eine Kakerlake, ein Schmetterling, eine Wespe, eine Biene, ein Nachtfalter oder ein Grashüpfer? - Der Name einer Person, die alle Spieler kennen, wird in jede Frage eingesetzt. Die Antworten der Spieler ergeben die lustigsten Einsichten und Assoziationen.

Erst im Herbst erscheint Who is Who...?. Jeder Spieler schlüpft in die Identität eines Mitspielers und muss im Laufe des Spieles versuchen möglichst wahrheitsgetreu Fragen über dessen Verhaltensweisen, Eigenschaften und Eigenheiten zu beantworten. Ziel des Spieles ist es, die Identität aller Spieler aufzudecken. Who is Who?Der Reiz des Spieles liegt darin, auf eine lockere und lustige Art zu entdecken, wie einen die Mitspieler sehen.

Von Gerhard Kodys kommt Malawi, ein "exotisches Strategiespiel" für 2 Personen in einer gediegenen Holzausstattung. - Das Jahrtausendquiz hat das Ziel, historische Personen und Ereignisse des zu Ende gegangenen Jahrtausends ins richtige Jahrhundert einzuordnen bzw. zueinander in die richtige zeitliche Beziehung zu setzen. - Das History of Art Game ist eine Memovariante: verschiedene Stil- elemente bestimmter Epochen und Kulturen sollen zusammengestellt werden. Beispiele aus dem alten Ägypten, der Kultur der Inkas, der Gotik, der Renaissance und vielen anderen Epochen sowie für den jeweiligen Stil typische Schriften, Bauten, Personen und Tierabbildungen bilden die Grundlage. - Aber Hallo! ist ein Kartenspiel von Thorsten Gimmler, genauer gesagt, ein Stichspiel, dessen Trumpffarbe sich in jeder Runde ändert.

Weitere Piatnik-Neuheiten finden Sie in unserer tabellarischen Übersicht.

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14.01.2000

Kosmos (+ TM)

Zuwachs für Catan: Es wird eine Erweiterung für fünf und sechs Spieler bei den Sternenfahrern von Catan geben. - Kern dieser Erweiterung werden zwei neue Sonnensysteme sowie ein weiteres Volk von Außerirdischen sein. Alle drei Neuheiten werden ihren Platz auf dem bereits vorhandenen Spielplan einnehmen können. - Die im Herbst auf der Spiel 99 in Essen vorgestellten Sternenfahrer erzielten bis Ende 1999 eine verkaufte Auflage von fast exakt 100.000 Stück.

Mit ca. 20.000 verkauften Exemplaren ist das Ende Oktober 1999 auf den Markt gekommene neue Zweierspiel Rosenkönig der bislang schnellste Starterfolg unter den Kosmos-Zweierspielen. Elchfest liegt mit bislang 14.000 verkauften Spielen ungefähr auf gleicher Höhe mit Cäsar und Cleopatra (was die "Startgeschwindigkeit" anbelangt.) - Der Vollständigkeit halber sei gesagt, daß sich C&C mittlerweile einer Gesamtauflage von 200.000 Stück nähert.

In Nürnberg folgen nun zwei weitere Neuheiten in der Kosmos-Zweierspiel-Reihe:

Das erste, Blitz und Donner, dürfte mit ziemlicher Sicherheit all diejenigen ansprechen, die sich auch von Cäsar und Cleopatra haben begeistern lassen. Im Mittelpunkt von Blitz und Donner steht das große Götterpaar des mythologischen Hellas, nämlich Göttervater Zeus und seine Gemahlin Hera. Beide bieten im Laufe des Spieles ganze Heerscharen von bekannten griechischen Sagengestalten auf. Diese stehen sich auf dem Spieltisch in drei tiefgestaffelten Kampfreihen gegenüber und versuchen, der jeweils gegnerischen Partei ein entscheidendes Geheimnis zu entlocken. Die Kunst der Spieler ist es, die Kampfreihen so anzuordnen und, im Lauf des Spieles, umzugestalten, daß die eigenen Mitstreiter möglichst immer an jene Gegner geraten, denen sie auch gewachsen sind.

Das zweite Spiel der Zweierreihe trägt den Titel Das Riff. - In diesem vom Mechanismus her sehr ungewöhnlichen Spiel tummeln sich farbenprächtige Fische in einem ständig fließenden (Karten-)Gewässer. Ziel der Spieler ist es, bestimmte, schicksalhaft bestimmte bunte Kreuzungen aus verschiedenen Fischen zu erzeugen. Damit dies gelingt, ehe ein anderer die Flosse vorn hat, gilt es u.a. ständig abzuwägen, ob man Energie verbraucht, um sich weiter ins Riff hinauszuwagen und damit seine Chancen auf einen guten, weil passenden, Fang zu erhöhen, oder ob man darauf vertraut, daß der allgemeine Fluß der Dinge schon das Richtige vorbeitreiben lässt.

LA CITTÀ

Das aufwendigste Spiel unter den Neuheiten des Frühjahrs 2000 heißt La Città. Und weil wir alle gute Italiener sind wissen wir, daß dies wohlklingende Wort schlicht und ergreifend "Die Stadt" heißt. Autor dieses Spieles ist Gerd Fenchel. Wir kennen diesen Autoren schon von Kraut und Rüben her, waren aber erstaunt, zu lernen, daß Gerd Fenchels eigentliche Domäne nicht das locker-flockige Spiel Marke Kraut und Rüben ist, sondern vielmehr das vergleichsweise komplexe, ausgeklügelte Spiel der La Città Art.

Zeit und Ort der Handlung spielen im Italien des 15. Jahrhunderts. Die Zeit, da sich die aufblühenden Städte Italiens in Sachen Kunst, Kultur und Lebensqualität ständig zu übertreffen suchen. Das Volk strömt in die Städte, und je mehr Volk, desto besser die Möglichkeiten, Künstler für eine Stadt zu gewinnen, architektonische Meisterwerke zu bauen, die Bildung zu fördern und das Gesundheitswesen auf Vordermann zu bringen. Stadtrepubliken, deren Grenzen sich im Lauf des Spieles sehr nahe kommen, treten in einen spannenden Wettstreit. Stets ist dann die Frage, wonach den Bürgern gerade am meisten der Sinn der steht. Legen sie gerade besonders viel Wert auf Bildungsangebote? Lassen sie sich gerade von künstlerischen Heldentaten am meisten begeistern? Oder steht ihnen der Sinn mehr nach so praktischen Einrichtungen wie Wasserversorgung, Badehäusern oder Hospitälern?

Eines nur ist sicher: Wenn gerade wieder inmal eine Entscheidung ansteht, dann zieht ein Teil der Bürgerschaft wildentschlossen um in die benachbarte Stadtrepublik, sofern dort gerade bessere Angebote gemacht werden. So erfreulich dieser Zuzug für die eine oder andere Stadt auch sein mag, er ist auch mit Problemen verbunden. Hauptproblem: Mehr Bevölkerung bedeutet auch, daß mehr Menschen ernährt werden müssen. Ein Dilemma, vor dem man das ganze Spiel über steht.

DER WEISSE LOTUS

Dieses Spiel, von Martin Wallace, erscheint in der TM-Reihe, spielt im China das Mittelalters und bezieht seinen Titel von einem berühmt/berüchtigten Geheimbund, eben dem "Weissen Lotus", der über Jahrhunderte hinweg zum Schrecken von, meist ungerechten, chinesischen Herrschern wurde. Ähnlich wie Krieg und Frieden ist der Weisse Lotus ein Spiel, bei dem man 1. einstecken können muß und 2. daran gewöhnt sein muß, strategische Allianzen zu bilden, ohne Hemmungen zu haben, diese Allianzen im rechten Moment wieder aufzugeben und sein Heil im Heil neuer Mitstreiter zu suchen. Stets bewegt man sich im Spannungsfeld von "Kaiser" und "Rebellenführer", und meist sind die Spieler gar nicht so glücklich, wenn Ihnen die Rolle des eigentlich schon sehr mächtigen Kaisers zufällt.

PLANET DER WUNDER

Mit Planet der Wunder knüpft Kosmos an ein Spiel wie Pi mal Daumen an. Planet der Wunder ist unter dem Titel "Bioviva" bereits in Frankreich erschienen und wurde dort auch schon preisgekrönt. Wiederum handelt es sich um ein "Wissensspiel", das seinen Reiz nicht notwendigerweise aus den Fragen (und ihrer 100%ig richtigen Beantwortung, sondern aus den verblüffenden Antworten. Anders als bei Pi mal Daumen bietet Planet der Wunder auch noch exzellente Erklärungen, für das Zustandekommen der meist sehr erstaunlichen Antworten. Der Themenkreis umfasst die Gebiete der Flora, Fauna und Ethnologie; gleichsam "nebenbei" erfahren die Spieler auch sehr vieles Erhellendes zu globalen ökologischen Fragen.

Noch ein Nachtrag: Die Siedler-Szenarien, nennen wir sie Catan-Kompendium, werden in Nürnberg doch noch nicht vorgestellt, erscheinen aber wie geplant im Herbst.

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14.01.2000

Heidelberger Spieleverlag

Für Nürnberg sind vier neue Spiele geplant: Kiezkönig, ein Brettspiel von Arne Schepke, ist ab sofort lieferbar. Ab April sind dann zu haben Bongo, ein Würfel-Reaktionsspiel von Bruno Faidutti, und Das Isses, ein Party-Kartenspiel von Frank Stark. Letzterer hatte in Essen bereits Nichts als Ärger vorgestellt, Ärgerkarten für Mensch ärgere Dich nicht, ein Spiel, das viele Anhänger gewonnen hat. Die Konsequenz: Im Sommer (voraussichtlich Juni) folgt ein Nachschlag: Nichts als Ärger II + Tschach II bieten je Spiel 55 neue Karten und kommen gemeinsam in einer Box - quasi als Spielesammlung - mit Spielplan, Figuren, Sonderchips und 2 neuen Regelvarianten. Autor von Tschach ist übrigens wieder Bruno Faidutti; das Spiel läßt sich am Besten als "Schach mit Ärgerkarten" beschreiben.

Für den August ist das Spiel Overthrown von RR Games geplant, in einer etwas abgespeckten 110 Karten-Version.

Die Heidelberger sind nicht nur Spieleverlag, sondern auch Spielevertrieb. Ab der Nürnberger Messe wird Hexenkessen von Tilsit Editions über die Heidelberger lieferbar sein. Alle deutschprachigen Tilsit-Spiele werden dadurch um ca. 15 bis 20 DM im Verkaufspreis sinken. - Ebenfalls im Vertriebsprogramm ist das Game of Kells / High Kings of Tara (Preis voraussichtlich DM 59,90).

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14.01.2000

Schnipsel...

Verlagsübergreifende Nachrichten

Bruno Faidutti wird in Nürnberg mit mehreren neuen Spielen vertreten sein. Die deutsche Ausgabe seiner Citadelles wird vor der französischen Originalversion fertig sein (erscheint als Ohne Furcht und Adel bei Hans im Glück). Ebenfalls auf der Messe vorgestellt werden Corruption und Democrazy (beide Eurogames). Um ca. 2 Monate verschieben wird sich dagegen der Erscheinungstermin von Castel, das zuvor Camelot hieß und ebenfalls bei Eurogames geplant ist.

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04.01.2000

Berliner Spielkarten

Frei nach dem Motto 'lieber ein gutes Spiel als zwei mittelmäßige' präsentieren die Berliner in diesem Jahr nur ein einziges neues Spiel: Volltreffer von Günter Burkhardt (für 3-5 Personen ab 10 Jahren). Es ist ein Spiel in 3 Akten. In Phase 1 kaufen die Spieler reihum jeweils eine Karte, so lange, bis jeder Spieler 8 Karten besitzt. Die guten Karten (hohe Werte oder Trumpf) sind zumeist teuer; die Punkte, die man hierfür berappen muß, werden vom Startkapital auf einer externen Zählleiste abgezogen. In Phase 2 kann jeder Spieler mit seinen Karten in verschiedenen Kategorien Punkte melden (z.B. für Drillinge, alle 5 Farben, kleinste Summe, usw.). In Phase 3 wird ein ganz normales Stichspiel mit Bedienzwang absolviert - jeder Stich bringt 5 Punkte. Sieger ist, wer nach Ende einer kompletten Runde, also nach allen 3 Phasen, mit seiner Spielfigur auf der Zählleiste im Zielbereich steht bzw. darin der Idealpunktzahl 66 am nächsten kommt. Volltreffe bietet eine Mischung aus altbewährten und innovativen Elementen, Glück und Taktik halten sich in etwa die Waage.

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04.01.2000

Staupe Spiele

Reinhard Staupe, für das Autorenprogramm bei den Berliner Spielkarten verantwortlich, beschränkt sich in seinem Eigenverlag seit 1999 auf Kinderspiele. Auch in diesem Jahr hat er wieder drei Neuheiten erdacht und produziert: Wo ist die Kokosnuss (2-9 Spieler ab 5 Jahren), Rinks & Lechts (2-8 Spieler ab 6 Jahren) und Fritze Flink (2-4 Spieler ab 8 Jahren).

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03.01.2000

Ravensburger

Sky RunnerDie ersten Ravensburger Neuheiten sind eingetroffen. Der Haupttitel im Bereich Gesellschaftsspiele heißt Sky Runner und ist ein dreidimensionales Wettrennen für 2 bis 5 Spieler. Autoren sind Dan Glimne, Erik Karlsson und Joel Sevelin. 1997 war das Spiel in Schweden unter dem Titel "Fasadklättrarna" bei Användbart Litet Företag AB erschienen.

Gespielt wird dreidimensional an einem aus Fassaden (Karton) und Zwischendecken (Kunststoff) zusammengesetzten Wolkenkratzer, der im zu einer Straßenszenerie geformten Tiefziehboden der Spieleschachtel aufgebaut wird. Das Gebäude erreicht die stolze Höhe von 58 Zentimetern. Die Fassaden sind für unterschiedliche Spielerzahlen gebaut, so daß immer nur an einer Seite des Hauses gespielt wird. Ziel des Spiels ist, die Fassade, die sich nach oben verjüngt, hinauf zu klettern und das Dach als erster zu erreichen.

Gespielt wird mit Karten, von denen es verschiedene Serien und Sorten gibt. Alle spielen gleichzeitig aus. Kletter- und Ausrüstungskarten braucht man für den Weg nach oben. Abgesehen von der Startausstattung bekommt man sie aber nicht so einfach auf die Hand, sondern muß sie sich durch das Ausspielen anderer Karten erobern. Dabei kann es passieren, daß sich zwei Spieler auspatten. Andere Karten behindern den Aufstieg der Mitspieler oder lassen sie an der Fassade wieder herunterrutschen, wobei sie andere mit in die Tiefe reißen können.

Labyrinth - Das KartenspielDas Zusammenspiel der Karten und die davon abhängigen Interaktionen versprechen ein interessantes Spiel, das wir bei nächster Gelegenheit ausprobieren werden.

Weitere Neuheiten aus Ravensburg: Zuwachs bekommt die Labyrinth-Familie. Die Siedler von Catan und Elfenland haben's vorgemacht. Jetzt kommt Labyrinth - Das Kartenspiel. Als Gesellschaftsspiel wird im Neuheitenblatt ansonsten nur noch ein Photo Rummy genannt. Die übrigen Neuheiten gehören in die Bereiche Kinder- und Mitbringspiele, sowie Quiz und Spielen und Lernen. Für Knizia-Fans erwähnenswert: Reiner Knizia macht jetzt auch Kinderspiele. Freddy Frosch ist der Titel eines kunterbunten Farb-Merkspiels.

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03.01.2000

Abacus

Abacus bringt Hase und Igel! Das konnten Sie bereits in unserer Essen-Vorschau lesen. Hase und Igel war das erste aller Spiele des Jahres und erschien bis vor kurzem im Ravensburger Spieleverlag. Abacus führt das Spiel auf seine Ursprünge zurück. Anstelle der Ereigniskarten gab's in der Urfassung eine "Ereignistafel", bei der die Ereignisse ausgewürfelt wurden; die Wahrscheinlichkeit für ein positives Ereignis richtete sich nach der Position im Rennen. Gegenüber der Ravensburger Ausgabe wird auch der Spielplan leicht verändert (und entspricht damit der Version, die der Autor David Parlett für die englische Neuauflage bei Gibson Games konzipiert hatte).

Die zweite Abacus Neuheit heißt Schweinsgalopp und stammt von Heinz Meister. Ein Spiel dieses Titels gab es schon mal als Brettspiel bei Ravensburger. Jetzt ist ein Kartenspiel daraus geworden, das in der bekannten Mini-Schachtel von Abacus steckt. Dennoch war noch Platz genug, auch 5 kleine Schweinchen in die Schachtel zu packen.

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19.12.1999

Queen Games

MetroQueen Games wartete auf den Spieltagen in Essen mit einem Faltblatt auf, das für Nürnberg gleich 8 (!) neue Spiele und ein neues Schachtelkonzept verspricht:
Laguna von Bernhard Eber für 2-4 Spieler: Wer wird dieses Jahr beim grossen Stammestreffen der schnellste Perlentaucher von Laguna Island sein?
Metro von Dirk Henn für 2-6 Spieler: Paris 1998. Der Bau der Metropolitain beginnt... (das Spiel gab's bei db-Spiele als Iron Horse)
Danger von Thorsten Löpmann und Andreas Wetter, für 2-4 Spieler: Karten sammeln, was das Zeug hält. Doch vorsicht, Danger! Mehr als 13 sind zuviel.
Lift Off von Marcel-André Casasola-Merkle für 2-4 Spieler: Rakete beladen, ...Lift Off... und nichts wie los zu den Sternen. Doch bloß nicht in der Hektik die Ladung durcheinander bringen.
Silberzwerge von G. Dieninger und A. Michaelis, für 3-4 Spieler: Die tiefsten Stollen bringen die schönsten Edelsteine. Doch Schattenzwerge machen einem oft einen Strich durch die Rechnung.
Piratennest von Wolfgang Panning, für 3-4 Spieler: Port Royal auf Jamaica. Wer gewinnt beim großen Zocken der Kapitäne um die Beute?
Quin von Reiner Knizia, für 2-4 Spieler: Steine "klauen", besser bauen! Nur der beste Baumeister erhält den Auftrag für die Chinesische Mauer! (Wie Sie in unserem Rückblick auf die Nürnberg-Vorschau 1999 nachlesen können, sollte dieses Spiel schon 1999 erscheinen).
Don von Michael Schacht, für 3-5 Spieler: Wer bekommt die besten Viertel in Chicago? Natürlich der mit dem höchsten Gebot! Doch das Geld wandert in die anderen "Familien".

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