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| Neuheiten der Internationalen Spieltage und andere Herbst-Neuheiten 2003 |
Princes of the Renaissance heißt das neue Spiel, das Martin Wallace in Essen vorstellen wird. Und jetzt hat er auch mehr darüber auf seiner Website verraten.
Der Titel verrät, wo das Spiel angesiedelt ist: im Italien der Renaissance. Jeder Spieler übernimmt die Rolle eines kleineren Condottiere. Im Mittelpunkt des Interesses stehen die 5 Städte Venedig, Mailand, Florenz, Rom und Neapel. Sie werden nicht von einzelnen Spielern kontrolliert, aber die Spieler gewinnen dort im Vrlauf des Spiels an Einfluss. Jede Stadt hat 6 Plättchen, die berühmte Charaketere zeigen (z.B. Lucrezia Borgia, Lorenzo de Medici). Jedes Plättchen hat bestimmte Eigenschaften, die mit dem Charakter verknüpft sind. Cesare Borgia beispielsweise verhilft dem Spieler zu mehr Heimtücke, ein venezianischer Kaufmann zu mehr Einkommen. Gleichzeitig bringen diese Plättchen Siegpunkte, je nachdem, in welchem Zustand sich die Stadt bei Spielende befindet.
Der Zustand ändert sich in der Folge von Kriegen. Wenn sich zwei Städte bekämpfen, braucht jede einen Condottiere, der für sie kämpft. Die Spieler bieten mit Einflusspunkten um das Recht, die Stadt zu vertreten. Der Ausgang der Kämpfe hängt ein wenig vom Glück und der Größe der Spielerarmee ab. Ganz gleich, wie der Kampf ausgeht: Jeder Spieler wird für seinen Einsatz im Kampf bezahlt. Auf diese Weise können die Spieler Einflusspunkte in Gold umwandeln und sich damit weitere Stadtplättchen kaufen.
Zur italienischen Renaissance gehören Intrigen und Verrat, ein Spiel in dieser Epoche wäre nicht komplett ohne diese Elemente. Die Spieler können offen Verräterplättchen kaufen, die es ihnen erlauben, ihre bösen Seiten auszuspielen (Truppen bestechen, Einfluss stehlen, Spieler aus Auktionen treiben). Das Spiel bietet aber auch feinsinnigere Möglichkeiten, seine Schlechtigkeit ins Spiel zu bringen. Wenn man beispielsweise den Kriegsausgang beeinflussen und eine bestimmte Stadt verlieren sehen möchte, bewirbt man sich als Condottiere dieser Stadt und sorgt dafür, dass man eine miserable Armee hat. Oder man besticht die eigene Armee, damit sie nicht kämpft. Die Spieler können über alle mögliche verhandeln. Das Spiel funktioniert aber ebenso gut ohne Verhandlungen.
Neben diesem Spiel bringt Warfrog auch ein Expansion Set für Age of Steam. Der Spielplan wird doppelseitig bedruckt sein: England/Wales auf der einen, Irland auf der anderen Seite. Die England/Wales-Karte ist für 5 und 6 Spieler konzipiert, die Irland-Karte (im Bild) für 4 Spieler; sie hat neue Spielregeln, die sich mit den Besonderheiten bei der Entwicklung der irischen Eisenbahnen beschäftigt. Einen ersten Eindruck zum Spiel finden Sie in unserem Spielarchiv. Dieses Expansion Set ist ein anderes als jenes, das Winsome Games gleichzeitig auf den Markt bringt!
Für das Bildmaterial bedanken wir uns bei Mik Svellov.
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