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Der Haupttitel des Frühjahrsprogramms bei Abacus heißt Hansa und stammt von Michael Schacht. Die Spieler wetteifern um die Vorherrschaft in den Hansestädten des 14. Jahrhunderts. Sie durchqueren mit einem gemeinsamen Handelsschiff die Ostsee, immer auf der Suche nach günstigen Gelegenheiten, wertvolle Waren zu erwerben. Dabei bauen sie in den Städten ein Netz von Marktständen auf. Diese ermöglichen es, Waren wieder rechtzeitig zu verkaufen und die Macht weiter zu vergrössern. Bei Spielende gewinnt der Spieler mit den meisten Niederlassungen und dem grössten Profit aus den Warenverkäufen. Ein sehr originelles Spielsystem und ein Spiel, das man unbedingt ausprobieren sollte.

Für unsere ausländischen Leser gibt's ein kleines Verwirrspiel: In den USA (Überplay) und Deutschland (Abacusspiele) heißt das Spiel Hansa, in den Niederlanden (999 Games) Hanse und in Frankreich (Tilsit Editions) Copenhagen.
Das Foto links zeigt Michael Schacht (und Ulrich Bauer) beim Spielen des Prototyps auf dem Spieletreff im Sauerland, das Foto unten das fertige Produkt.
Auf Michael Schachts eigener Website können Sie einen Blick in die deutschen und englischen Spielregeln werfen. Und eine ausführliche englischsprachige Preview findet sich bei Yahugaming.
Neben interessanten Neuheiten machen sich Abacusspiele auch einen Namen als Hüter guter alter Spiele. Den Anfang machte vor vier Jahren Hase und Igel, das erste aller Spiele des Jahres, einst bei Ravensburger erschienen. In diesem Jahr folgt nun Das Spiel von Reinhold Wittig, vielen Spielern auch als "Würfelpyramide" bekannt. 1980 erhielt das Spiel den "Sonderpreis für das schöne Spiel", damals noch von der Edition Perlhuhn herausgegeben und in einem schmucklosen Pappkarton verpackt. 1986 folgte dann die sehr schöne Ausgabe bei Franckh (heute Kosmos). Erst 2002 flog das Spiel als letztes der großformatigen Serie aus dem Programm.

Die Neuauflage bei Abacus enthält jede Menge perlmuttgemusterter Würfel in drei Farben - und einen in einer vierten Farbe. Damit lassen sich 6 unterschiedliche Spiele spielen. Weitere (Würfel und Regeln) werden später in Erweiterungssets folgen.
Natürlich gibt's bei Abacus auch wieder neue Kartenspiele, diesmal sogar drei:
In Kai Piranja von Oliver Igelhaut deckt ein Spieler eine verdeckte Karte auf, wenn er am Zug ist. Die Karten zeigen immer einen Fisch von einer der vier Arten (Piranha, Kugelfisch, Feuerfisch, Sägefisch). Von jeder Art gibt es kleine und große satte Fische, aber eben auch hungrige Fische.
Deckt der Spieler einen satten Fisch auf, darf er ihn behalten, wenn er die gleiche Größe hat, wie sein letzter Fisch oder zur gleichen Art gehört. Passt der Fisch nicht, muss er ihn an seinen Nachbarn weitergeben. Er bleibt aber weiter an der Reihe, bis er sich freiwillig entschließt, seinen Zug zu beenden. Deckt der Spieler jedoch einen hungrigen Fisch auf, endet sein Zug sofort, und der hungrige Fisch beginnt seinen Fang aufzufressen.
Der hungrige Fisch wird, mit allen Fischen, die er gefressen hat, als fetter Fisch in die Mitte gelegt. Holt ein Spieler einen Fang mit 3 Fischen von derselben Art ein, wie der fette Fisch, erhält er diesen noch zu seinem Fang dazu. Sind alle Karten aufgedeckt, endet das Spiel, und es gewinnt der Spieler, der die meisten Fische gefangen hat.
So befinden sich bei "Kai Piranja" die Spieler ständig im Zwiespalt: weiter machen und auf einen dicken Fang hoffen oder vorsichtig sein und lieber nicht zu viel riskieren. Bei dieser spannenden Mischung aus Nervenkitzel und Schadenfreude bleibt kein Auge trocken.
Von Detlef Wendt stammt Mausen. Die Spieler möchten erreichen, dass ihnen möglichst viele und wertvolle Tiere zulaufen. Dazu müssen sie die Tiere aber erst einmal vom Tisch verjagen. Die Spieler versuchen, die Tiere zu sich hin zu treiben, indem sie Karten mit Tieren ausspielen, die andere Tiere verjagen können.
Das Spiel geht über mehrere Runden. In jeder Runde spielen alle Spieler gleichzeitig eine Karte aus.
Nach dem altbekannten Prinzip "Stein - Schere - Papier" wird ermittelt, welches Tier welches andere Tier verjagt: Hund verjagt Katze, Katze verjagt Maus, Maus verjagt Elefant, Elefant verjagt Hund. Wenn klar ist, welchen Spielern die so verjagten Tiere zulaufen, nehmen die Spieler die gewonnenen Karten an sich und legen sie verdeckt vor sich ab. Danach beginnt die nächste Runde. Sind alle Karten abgespielt, endet das Spiel, und es gewinnt der Spieler mit den wertvollsten Tieren.
"Mausen" macht Kindern viel Spaß, und Erwachsene kommen durch Bluff und Schadenfreude voll auf ihre Kosten.
Christian Heuser ist ein neuer Name unter den Spieleautoren, von ihm stammt Fliegen klatschen. Vor jedem Spieler liegt ein verdeckter Kartenstapel. Reihum decken die Spieler Karten auf.
Erscheint eine Fliege in einer der 6 Farben, legen sie die Karte in die Mitte. Liegen nun 5 verschiedene Farben auf dem Tisch oder wurde gar eine Fliegenklatsche aufgedeckt, müssen die Spieler schnell reagieren und alle gleichzeitig nach möglichst wertvollen Fliegen schlagen.
Aber Achtung: Nur die Fliegen in der Farbe, von der die meisten Karten auf dem Tisch liegen, dürfen gefangen werden!
Bei Spielende zählen die Spieler die Zahlenwerte ihren gefangenen Fliegenkarten. Der Spieler mit den wertvollsten Fliegen gewinnt.
"Fliegen klatschen" ist ein Spiel für die ganze Familie, denn die Spieler bestimmen durch das Aufdecken der Karten selbst das Spieltempo.
Unter "Aktuelles" haben wir's bereits im Dezember gemeldet: Abacus importiert zwei Spiele, die vor 5 Jahren bei Hans im Glück erschienen waren: Reiner Knizias Samurai und - mit neuen Regeln - Alex Randolphs Rasende Roboter. Während die ursprünglichen deutschen Ausgaben inzwischen vergriffen sind, hat der amerikanische Verlag Rio Grande Games, der den Vertrieb in den USA besorgt, die Titel weiter gepflegt.

Samurai, das zuletzt durch eine preisgekrönte PC-Version von
sich reden machte, versetzt die Spieler in die Welt des feudalen Japan.
Nur durch den geschickten Einsatz ihrer Samurai erlangen sie die
Kontrolle über die verschiedenen Figuren auf dem Spielfeld. Das
raffinierte Wertungssystem verlangt eine ausgewogene Spielweise
zwischen Qualität und Quantität - eine Balance, wie sie für
fernöstliche Weisheit typisch ist.
Ricochet Robots, so der amerikanische Titel der Rasenden
Roboter, wurde für die Neuauflage überarbeitet. Es enthält nunmehr fünf
Roboter und vier Spielplanteile mit neuen Elementen, wie zum Beispiel
halbdurchlässige Wände. Die neuen Teile können mit dem Material der
ersten Ausgabe kombiniert werden! Ricochet Robots eignet sich daher
nicht nur für Spieler, die das Spiel noch nicht kennen, sondern auch
für Besitzer der ersten Ausgabe.
Last not least gibt's übrigens auch wieder eine kleine Erweiterung im Abacus-Katalog, diesmal für Paris Paris.
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