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Verspielte Alltagssprache
Metaphern
Vorbemerkung: Die Idee zu dieser Seite hatte Volker Plettenberg, der sie auch gleich mit zahlreichen Beispielen "angefüttert" hat.
Es gibt gewisse Ausdrücke, die einen festen Platz im Wortschatz eines Menschen haben. Es geht um Spiele, und doch wieder nicht, denn die Worte fallen, ohne ein Spiel im Hinterkopf zu haben. Sie haben in der Situation keinen spielerischen Hintergrund, aber doch weisen sie letztendlich einen Spielbezug auf. Auch jemand, der nie ein Brett- oder Kartenspiel in der Hand gehabt hat, spricht die Wörter und Sätze aus, kennt sie vom Hören, und weiß deren Bedeutung richtig einzuschätzen. Sie sind verständlich und allgegenwärtig. Das ist "verspielte Alltagssprache".
Beispiele:
- Ich will wissen, was hier gespielt wird.
- Ist das wieder eines deiner üblichen Spielchen?
- Spiel oder ernst?
- Das ist wie in einem Roulettespiel.
- Das ist doch ein Glücksspiel!
- Das Mikado-Spiel beenden.
- Nenne es wie du willst, für mich ist das nur Spielerei.
- Was soll die Spielerei?
- Du bist für dein Alter noch zu verspielt.
- Du bist eben ein Spieler.
- Das schaffe ich spielend.
- Wenn du mitspielst werden wir weitersehen.
- Mit im Spiel sein.
- Warte ab, das ist nur das Vorspiel.
- Er/Sie wird kein leichtes Spiel (mit dir) haben.
- Setzt da jemand seinen guten Ruf auf's Spiel?
- Es steht viel auf dem Spiel.
- Er/Sie wird das Spiel machen.
- Er/Sie wird das Spiel für sich entscheiden.
- Wir werden ihn/sie ausspielen.
- Er/Sie treibt ein böses Spiel mit dir.
- Das ist aber gegen alle/die Spielregeln.
- Gute Mine zum bösen Spiel.
- Das Spiel zu weit treiben.
- Das wird aber ein Nachspiel haben.
- Ein Spielverderber sein.
- Lass' ihn/sie aus dem Spiel.
- Genug des Spieles.
- Dem Spiel gerecht werden.
- Das Spiel verloren geben.
- So sind nun mal die Spielregeln.
- Er/Sie hat die Spielregeln gemacht/festgelegt.
- Mit mir machst Du keine Spielchen mehr.
- Das Spiel ist aus!
- Neues Spiel - neues Glück!
- Die Karten werden jetzt neu gemischt!
- Mit offenen/verdeckten Karten spielen.
- Ich lasse mir doch nicht in die Karten schauen.
- Alles auf eine Karte setzen.
- Auf die falsche Karte gesetzt.
- Was hast du denn noch für Karten?
- Hast du denn gute Karten?
- Hast du denn bessere Karten als letztes Mal?
- Mit gezinkten Karten spielen.
- Die letzte Karte ausspielen.
- Die Karten (offen) auf den Tisch legen.
- Ich kann nur die Karten ausspielen, die du mir gegeben hast.
- Er/Sie hat bestimmt noch eine Trumpfkarte.
- Er/Sie hat noch einen Trumpf im Ärmel.
- Alle Trümpfe in der Hand haben.
- Alle Trümpfe aus der Hand geben.
- Den letzten Trumpf ausspielen.
- Herz ist Trumpf.
- Nun hat er/sie all' seine/ihre Trümpfe ausgespielt.
- Er/Sie hat dich voll ausgetrumpft.
- Trumpfkönig
- Trumpf sein.
- Stein des Anstoßes.
- Die Steine konntest du fallen hören.
- Einen Stein im Brett haben.
- Kein Stein bleibt auf dem anderen.
- Zum Zuge kommen.
- Er/Sie ist jetzt am Zuge.
- Er/Sie macht einen Zug nach den anderen.
- Er hat ihn ausgestochen!
- Der macht keinen Stich mehr.
- Er/Sie pokert doch nur bestimmt.
- Pokerface/Pokergesicht
- Beitritts-Poker
- Posten-Poker
- Er/Sie hat zu hoch gepokert.
- Er/Sie ist ein Ass auf seinen/ihren Gebiet.
- Einen Ass im Ärmel haben.
- Ist noch so ein Ass von der Partie?
- Mit von der Partie sein.
- Schon nachgezogen?
- Schon gleichgezogen?
- Einen Wurf noch frei haben.
- Die Würfel sind gefallen.
- Ein großer/großartiger Wurf.
- Das Postengeschacher hat begonnen.
- Er/Sie ist nur ein Bauernopfer (im gesamten Spiel).
- Schachmatt gesetzt worden.
- König schlägt Dame.
- Sieht aus wie Spielgeld.
- Ist das Monopoly-Geld?
- Hast du noch Chips?
- Das Blatt wird sich wieder wenden.
- Der/Sie hat bei mir den Schwarzen Peter gezogen.
- Den Kürzeren ziehen.
- Du Lusche!
- Mach' das Haus zu!
- Er/Sie hat den Jackpot geknackt.
- Kontra geben.
- Hast du denn noch einen Joker?
- Eine Runde aussetzen.
- wegmurmeln

Kennen Sie weitere Beispiele?
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René 03.04.2007 13:44:
Brot und Spiele
Bauernopfer
Thomas O. 03.04.2007 13:45:
Pech im Spiel, Glück in der Liebe.
Manfred Keller 03.04.2007 13:46:
Ein abgekartetes Spiel
Manfred Keller 03.04.2007 13:48:
Ein falsches Spiel treiben
Farbe ins Spiel bringen
Jemandem in die Hände spielen
Auf Zeit spielen
Jemanden an die Wand spielen
Ein Hans im Glück
Dem Glück ein wenig nachhelfen
Mehr Glück als Verstand haben
Das Glück ist ein Rindvieh und sucht seinesgleichen
Swen Jamrich 03.04.2007 13:53:
Wer zusieht, sieht mehr, als wer mitspielt.
Johannes Hörl 22.05.2007 14:35:
Verspielt wie ein Kind.
Johannes Hörl 22.05.2007 14:38:
Er setzt sein Vermögen aufs Spiel.
Er hat sein Vermögen verspielt.
Wortspieler 15.08.2007 02:35:
sich aufspielen
ein falsches Spiel treiben
martin w. 02.10.2007 17:40:
er / sie / es hat ausgespielt
Johannes Hörl 15.02.2008 20:30:
Es steht viel auf dem Spiel.
Das Leben steht auf dem Spiel.
Christoph 19.05.2008 20:57:
nachtarocken
Ober sticht Unter
REIsound 25.08.2008 18:21:
Aus dem Schneider sein.
Vabanque spielen.
Swen Jamrich 22.12.2008 21:42:
Wer zusieht, sieht mehr, als wer mitspielt!
Manuel 15.02.2010 13:15:
Gibst du mir Sau dann geb ich dir Brech!
Dr. Uwe Klein 27.04.2010 20:45:
Nachkarteln gilt nicht!
Sascha 29.08.2010 14:55:
Glück im Spiel - Geld für die Liebe
Johann 31.12.2011 13:29:
Das ist spielend leicht.
Klaus Heinrich 04.01.2013 21:55:
Ausgespielt!